Evolutions-Spiel nach GTA IV der nächste Verkaufsschlager?
Gott spielen: Der Hype um das Computerspiel Spore
Yasmin Kötter
Gerüchte, kleine Appetithäppchen und ein großes Medieninteresse: Der Erfolg eines Computerspiels entscheidet sich schon lange vor dem Verkaufsstart. Wer geschickt das Interesse aufrecht erhält, hat gute Chancen, bei der Gamer-Gemeinde einen Hit zu landen. Die Macher des im Herbst erscheinenenden Evolutions-Spiels Spore verstehen ihr Handwerk.
Inhalt
- Mit Spore gleicher Erfolg wie Kassenschlager GTA IV?
- Spieler wollen grenzenlose Freiheit
- Erfolgsweg: Gepflastert mit Penis-Monstern
- Ob sich das Warten lohnt, zeigt sich am 7. September
Spore gleicher Erfolg wie Kassenschlager GTA IV?
Spore als Computerspiel wird der gleiche Erfolg vorhergesagt, den das Konsolenspiel Grand Theft Auto IV, kurz GTA IV, im Frühling 2008 erzielte. Das Action-Spiel katapultierte sich an die Spitze der Verkaufsschlager und brach etliche Rekorde. Am ersten Verkaufstag, am 29. April 2008, kauften 3,6 Millionen Menschen das Spiel weltweit. In der ersten Woche summierten sich die Verkäufe auf insgesamt sechs Millionen.
Eines zumindest haben die Spiele GTA IV und Spore gemeinsam: Sie gewähren große Freiheit. Bei GTA IV bewegt sich der Spieler frei in einer Großstadt und muss verschiedene Jobs wie Diebstahl, Raub oder gar Mord erledigen. Dabei ist dem Spieler größtenteils freigestellt, wann er was wie ausführt.
Die aktuellsten Spore-Screenshots
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Andere Thematik, aber eine ähnliche Entscheidungsfreiheit bei Spore: Hier führt der Spieler ein selbst erstelltes Lebewesen durch fünf Phasen der Evolution. Beginnend mit einem Einzeller in der Ursuppe, entwickelt sich die Figur stetig weiter. Dabei hat der Spieler zum einen freie Hand bei der Gestaltung seines Schützlings und zum anderen bei der Gestaltung der Welt um sie herum.
Spieler wollen grenzenlose Freiheit
Er entscheidet zu Anfang beispielsweise, ob seine Kreatur ein Fleisch- oder Pflanzenfresser ist und ob sie sich sozial oder unabhängig verhält. Aus einem Einzelnen wird in den späteren Phasen ein ganzer Stamm, der mit nützlichen Wekzeugen und Unterkünften ausgestattet werden will. Bis schließlich das eigene Volk auf andere Zivilisationen in der Spore-Welt trifft.
Netzwelt tobt sich im Spore Labor aus
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Die finale Phase von Spore beginnt mit dem Bau eines Raumschiffes. In dieser Phase können die Spieler die gesamte Galaxie bereisen und sich auf unbekannten Planeten niederlassen. Dort leben andere Zivilisationen, mit denen die Spieler Handel betreiben oder Kämpfe ausfechten können.
Erfolgsweg: Gepflastert mit Penis-Monstern
Die Faszination an der Gott-Simulation hat ihren bisherigen Höhepunkt erfahren, als der Entwickler Maxis und der Publisher Electronic Arts (EA) das Spore-Labor veröffentlicht haben: Ein kostenloses Programm, mit dem sich Spore-Kreaturen erstellen lassen. Ein cleverer Schachzug im Kampf um das Gamer-Interesse: Obwohl das Spiel noch nicht erschienen ist, tummeln sich schon weit über 2,2 Millionen Spore-Lebewesen im Netz. Diese können später ins Spiel integriert werden.
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