Reich werden mit Bildverkäufen im Internet?
Goldgrube Internet: Fotos zu Geld machen
Die Vorstellung ist verlockend. Die zahlreichen Fotos, die man mit der eigenen Digitalkamera gemacht hat, müssten sich doch im Internet leicht zu Geld machen lassen. Zwar gibt es diverse Bildagenturen, die jedem die Möglichkeit bieten seine Bilder einzustellen, aber natürlich verwandeln sich die Fotos nicht von selbst in Geld.
Inhaltsverzeichnis
- 1Bildagenturen für Amateure und Semi-Profis
- 2Bildmaschine
- 3Dreamstime
- 4Fotolia
- 5iStockphoto
- 6Panthermedia
- 7Photocase
- 8Shutterstock
- 9Snapvillage
- 10Stockexpert
Vor kurzem kündigte die bekannte Bildagentur Getty Images an, das Fotoportal Flickr nach Bildern für die eigene Datenbank durchsuchen zu wollen. Die Fotografen sollen an den Verkaufserlösen ihrer Fotos beteiligt werden. Wer nicht warten will, dass ihn die Scouts von Getty unter Millionen von anderen Fotografen entdecken, kann sich auch selbst daran machen, seine Fotos zum Verkauf anzubieten.
Um mit den eigenen Fotos Geld zu verdienen, braucht man eine Agentur. Die hält die Bilder vorrätig und wickelt den kompletten Verkauf ab. Dafür behält sie einen Teil des Verkaufspreises als Provision ein - je nach Agentur sind dies zwischen 20 und 70 Prozent. Nicht jede Agentur nimmt Amateure oder Halb-Profis in ihr Portfolio auf. Bei manchen müssen sich sogar die Profis mit ihren bisherigen Arbeiten einem Bewerbungsverfahren unterziehen.
Bildagenturen für Amateure und Semi-Profis
Bei den neun Bildagenturen, die netzwelt hier vorstellt, können Sie sich anmelden und ihre Fotos hochladen. Nur bei iStockphoto und Stockexpert müssen neue Fotografen ein Bewerbungsverfahren durchlaufen. Etwas Geduld muss man bei jedem Portal mitbringen. Denn oft braucht es über 1.000 Fotos und einige Monate Zeit, bis das erste Bild verkauft ist und der Rubel ins Rollen kommt. Getreu dem Motto: "Kleinvieh macht auch Mist" sind die Preise für die Käufer der Fotos bei den Ministock- oder Microstock-Diensten sehr niedrig. Die Fotografen werden mit der Aussicht gelockt, dass ihre Bilder, wenn sie nur oft genug heruntergeladen werden, trotzdem einen guten Umsatz erzielen.
Ministock-Agenturen im Überblick
Neben Stockfotos vermarktet Bildmaschine auch aktuelle Pressefotos über das APIS-Netzwerk. Die 3.500 Fotografen können die Preise für ihre 500.000 Bilder selbst festlegen.
Panthermedia vertreibt seine 450.000 Fotos auch über mehr als 70 Partneragenturen in über 40 Ländern. Bei exklusiven Fotos erhalten die Fotografen 50 Prozent des Erlöses.
Fotolia hat einen Bestand von fast 3,9 Millionen Bilder und 700.000 Mitglieder, allerdings nicht alles Fotografen.
Dreamstime hat unter seinen 3,4 Millionen Fotos von 41.000 Fotografen nicht nur Stock-Material sondern auch Fotos zur aktuellen Berichterstattung.
Photocase ist ein Datenbank für Kreative und sucht Stockfotos, die nicht langweilig sind. Über das Credit-System erhalten die Urheber 60 Prozent des Umsatzes.
Snapvillage gehört zu Bill Gates Bildagentur Corbis und ist erst seit einem Jahr online. Der Dienst hat erst 300.000 Fotos im Angebot und außer Englisch noch keine weiteren Sprachen gelernt.
Mit 4,2 Millionen Fotos hat Shutterstock den größen Bestand an Bildern. Die Fotografen erhalten 25 US-Cent pro Download eines Fotos.
Mit iStockphoto ist die Bildagentur Getty auch im Ministock-Bereich aktiv. Über 3,4 Millionen Fotos bringen ihren Fotografen je 20 Prozent des Verkauferlöses ein.
Stockexpert vermarktet seine über 1,7 Millionen Fotos in neun verschiedenen Sprachen. Die Fotografen sind zu 50 Prozent an den Erlösen beteiligt.
Bis auf Snapvillage sind alle Portale auch in deutscher Sprache verfügbar, mehrere sogar neben Englisch auch in Spanisch, Französisch, Japanisch, Portugiesisch, Holländisch oder sogar Polnisch, Russisch und Chinesisch. Alle sind auf der Suche nach Stockfotos und geben meistens auch genaue Hinweise, welche Art von Motiven noch gebraucht werden und welche Motive schon ausreichend vorhanden sind.
Nur bei Snapvillage und Bildmaschine können die Fotografen die Preise für ihre Bilder selbst festlegen. Bei allen anderen Agenturen sind sie festgelegt. Bildmaschine und Dreamstime vermarkten nicht nur Stockfotos, sondern auch Bilder von aktuellen Ereignissen aus Politik, Sport und Gesellschaft.

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