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Nobel, nobel: Vier edle Subnotebooks im Test
High-End von Asus, LG, MSI und Samsung

von Kurt Müller Uhr veröffentlicht

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Viel Leichtmetall, kleines Format und schnelle Prozessoren. Die Subnotebook-Klasse geizt nicht mit Superlativen. Diese haben zwar ihren Preis, der aber durchaus gerechtfertigt ist. Denn praktisch sind die Geräte allemal und nicht nur für den Einsatz im Business-Bereich geeignet.

Auffälligstes Merkmal der Subnotebook-Riege: ihr edles Gehäusedesign mit Oberflächen aus Magnesium, Aluminium oder deren Legierungen. Aus diesem Grunde sind die Rechner im Vergleich zu klassischen Notebooks sehr leicht, aber auch relativ kostenintensiv, was sie vor allem für den Business-Bereich interessant macht.

Dem edlen Materialmix setzt Asus das berühmte I-Tüpfelchen auf und spendiert dem User eine Handballenauflage aus echtem Rindsleder. Nicht nur für Lederfetischisten wird damit die Arbeit zum Vergnügen, fühlt sich das Leder doch sehr geschmeidig an. Netzwelt hat folgende Subnotebooks getestet: Asus U6SE, LG Electronics P300, MSI Megabook PR200 und Samsung Q45 Aura.

Leistung ist fast alles

Zwar gibt es mittlerweile unterwegs fast überall die Möglichkeit einen Stromanschluss für das Notebook-Netzteil zu bekommen. Dennoch ist für den mobilen Einsatz eine hohe Akkuleistung natürlich extrem wichtig. Im Belastungs-Test erwies sich der Akku des MSI-Notebooks am leistungsfähigsten, gefolgt von den Stromspeichern der Firmen LG und Asus.

MSI Megabook PR200

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Als einziges ohne Lackoberfläche und ohne Nachweis mittels Fingerabdruck, wer das Notebook als letztes benutzt hat.

Wobei die gute Akkuleistung des Asus-Notebooks nur dann erreicht werden kann, wenn beide Akkus, die im Lieferumfang enthalten sind, nacheinander genutzt werden. Die rote Laterne des Leistungstests erhielt der Rechner von Samsung.

Akkulaufzeit
 ASUS U6SGLG P300MSI Megabook PR200Samsung Q45
Office (idle/2D Modus)150 min.240 min.340 min.140 min.
Zusatzakku80 min.   
HD-Film115 min.155 min.210 min.110 min.
Zusatzakku60 min.   
Spielen90 min.100 min.130 min.105 min.
Zusatzakku45 min.   

Bei der Gesamtperformance - CPU- und Grafikkarten-Leistung - liegen alle Subnotebooks ziemlich dicht beieinander. Für den normalen Arbeitseinsatz sind genügend Ressourcen vorhanden. Als einziges Gerät verfügt der Rechner von LG über eine leistungsfähigere Grafikkarte, weswegen dieser auch im Leistungs-Test knapp am Samsung Q45 Aura vorbeizog. Dieses besitzt allerdings den stärksten Prozessor der vier Notebooks.

Benchmarks
BenchmarksASUS U6SGLG P300MSI Megabook PR200Samsung Q45
3D Mark 06 ohne AA und AF166228575551077
PC Mark 055250N/A45635107
Cinebench R10 32bit (1 CPU)2649266626892721
Cinebench R10 32 bit (x CPU)4849495549055245
Winrar 3.71 (4,5 GB zippen)59:54 min.47:04 min.59:31 min.49:59 min.
HDD Tune Minimum1,6 MB/sek.1,6 MB/sek.9,1 MB/sek.23,1 MB/sek.
HDD Tune Maximum58,7 MB/sek.50,9 MB/sek.58,7 MB/sek.64,9 MB/sek.
HDD Tune Durchschnitt43,2 MB/sek.26,7 MB/sek.39,7 MB/sek.49,4 MB/sek.
HDD Tune Zugriffszeit16,8 ms19,6 ms17,7 ms17,3 ms
Lautstärke last (30 cm)40,7 db35,8 db41,1 db35,7 db
Lautstärke idle (30 cm)35,8 db35,5 db36,7 db39,2 db

High-End Design und Ergonomie

Die Verarbeitung der Gehäuse aller getesteten Notebooks ist durch die Bank sehr gut. Samsung hingegen sticht hierbei alle anderen Konkurrenten in Bezug auf das äußere Design aus. Vor allem die glatte Magnesium-Oberfläche konnte überzeugen. Darüber hinaus sind alle Gehäusedeckel, bis auf den des MSI-Megabook, mit glänzendem Lack überzogen.

Beim Schließen des Deckels saugen sich die Displays der Testgeräte so an die Baseunit heran, dass sich der Deckel selbst dann nicht öffnet, wenn der PC umgedreht wird. Alle Bildschirme sind, wie leider bei vielen modernen Notebooks, verspiegelt. Was vor allem im Geschäft ordentlich Eindruck hinterlässt, erleichtert nicht unbedingt das Arbeiten. Gerade bei Lichteinfall von der Seite oder von hinten zeigen verspiegelte Displays echte Schwächen - der Inhalt bleibt oft unleserlich.

LG Electronics P300

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Hübsches Zebradesign in lila.

Alle Tastaturen verfügen über einen angenehmen Anschlag. Jedoch lässt das Tastaturlayout des Samsung Q45 Aura zu wünschen übrig, da sowohl die Leer-Taste als auch die Pfeil- sowie Funktionstasten zu winzig ausgefallen sind. Störend wirkt sich auch der Gummipuffer des Gehäusedeckels bei der Bedienung des Touchpads aus, da die Noppe genau mittig darunter angebracht ist und man mit der Hand gerne hängen bleibt. In diesem Zusammenhang ist auch das Touchpad des Asus U6SE zu kritisieren, da dessen Tasten nur mit ziemlichen Kraftaufwand zu bedienen sind.

Darf's noch etwas mehr sein? Die Extras.

Bei den Notebooks von Asus, MSI und Samsung sind Sondertasten vorhanden, mit denen zum Beispiel verschiedene Betriebsmodi (Asus), die AV-Steuerung (Samsung) oder Wireless-Anwendungen (MSI) verwaltet werden können.

Asus U6SG

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Deutlich zu sehen ist hier der hervorstehende Akku.

Asus ist der einzige Hersteller im Test, der sowohl zwei Akkus, einen mit drei und einen mit sechs Zellen, zwei Notebook-Taschen, ein S-Video-Adapter und ein Gehäusereinigungstuch als Zubehör beilegt. Dafür fehlt, wie bei MSI und LG auch, ein Fire-Wire-Port, der aber durch einen HDMI-Ausgang wett gemacht wird.

Das Subnotebook von Samsung hatte als einziges Testgerät einen Fire-Wire-Anschluss, was vor allem Freunde der Digitalfotografie freuen dürfte. Jedoch verfügt das Notebook nur über einen PCMCIA- und keinen PC-Express-Slot. Darüber hinaus steht der Akku wie auch beim Subnotebook von MSI hinten aus dem Gehäuse heraus, was in beiden Fällen zu einer schlechteren Bewertung der Ergonomie-Eigenschaften geführt hat.

Samsung Q45 Aura

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Gut zu sehen ist hier der über das Gehäuse herausstehende Akku.

Der Testsieger

Vier hervorragende Subnotebooks traten gegeneinander an und die Wahl zwischen Platz zwei und vier fiel denkbar knapp aus. Auf Platz vier befindet sich das Samsung Q45 Aura. Bei diesem summierten sich vor allem Kleinigkeiten auf, sodass es letztendlich nicht für eine bessere Platzierung reicht. Pure Leistung ist eben nicht alles.

Das Schwergewicht von MSI folgt auf Platz drei. Knapp über zwei Kilogramm sind schon hart an der Grenze, wenn es um die Mobilität geht. Der Grund für das Gewicht liegt hauptsächlich in dem recht großen Akku begründet. Den zweiten Rang erkämpfte sich das Subnotebook von Asus vor allem aufgrund des umfangreichen Zubehörs. Ein großes Manko bei diesem Rechner ist die Schwergängigkeit der Touchpadtasten.

Der verdiente Sieger.

Sieger dieses Vergleichs ist klar das Subnotebook von LG. Die Akkulaufzeit ist sehr gut und auch die anderen Daten wissen zu überzeugen. Hervorzuheben sind hier ganz klar das geringe Gewicht und die gute Grafikkarte. In Zeiten von USB-Sticks und dem Internet kann der externe ausgelagerte DVD-Brenner verziehen werden.

Technische Daten

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Viel Leichtmetall, kleines Format und schnelle Prozessoren. Die Subnotebook-Klasse geizt nicht mit Superlativen. Diese haben zwar ihren Preis, der aber durchaus gerechtfertigt ist. Denn praktisch sind die Geräte allemal und nicht nur für den Einsatz im Business-Bereich geeignet.

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Nobel, nobel: Vier edle Subnotebooks im Test
Nobel, nobel: Vier edle Subnotebooks im Test
Edles Design, kompakt, leicht und leistungsstark: Subnotebooks rangieren im High-End-Sektor. Und selbst an die Lederfetischisten wurde bei der Geräteauswahl gedacht.
http://www.netzwelt.de/news/78208-nobel-nobel-vier-edle-subnotebooks-test.html
2008-07-24 16:50:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/2961/21224.jpg
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