Sicherheit in Unternehmen
Sicherheitsrisiko: Open Source im Unternehmen
Open-Source-Software ist unsicher und eine Gefahr für Unternehmen. Zu diesem provokanten Schluss kommt eine Untersuchung von Fortify Software, einem Unternehmen, das sich auf Sicherheitsexpertisen spezialisiert hat.
Nach Auffassung von Fortify ist es der Programmierergemeinde bei Open Source Software (OSS) noch nicht gelungen, den Entwicklungsprozess abzusichern. Dabei blieben oft gefährliche Schwachstellen bestehen. Außerdem, so die Behauptung von Fortify, würden nahezu alle OSS-Communitys es versäumen, den Anwendern ausreichend Zugang zu Sicherheits-Infos zu eröffnen.
Dies sei aber umso wichtiger, als im Jahr 2011 circa 80 Prozent aller kommerziellen Programme einzelne Open-Source-Module integrieren werden.
Fortify-Experte Howard A. Schmidt räumt zwar ein, dass quelloffene Software eine sinnvolle Alternative für Firmen sein könne, doch sollten IT-Manager genau auf Schwachstellen der Programme achten und auf strikte Testprozeduren bei Open-Source-Entwicklern dringen.
Kritik der Free Software Foundation
Der Ansatz, mit dem Fortify zu seinen Aussagen gekommen ist, stößt allerdings auf lauten Widerspruch. Die Analysten haben elf quelloffene Programme auf Java-Basis untersucht. Genau das kritisiert die Free Software Foundation. So erklärt Bernhard Reiter, Deutschland-Koordinator der Free Software Foundation Europe, im Newsdienst pressetext, dass die Auswahl von 11 Java-Programmen doch "sehr begrenzt" sei. Daraus lasse sich noch keine Schlussfolgerung über die Sicherheit von freier Software im Allgemeinen ziehen.
Außerdem meint Reiter, dass die Studie von Fortify sogar einen Vorteil von OSS gegenüber kommerzieller, proprietärer Software zeige. Bei Open-Source-Programmen seien jederzeit unabhängige Untersuchungen möglich.
Um die Sicherheit von Open-Source-Software gibt es immer wieder Diskussionen. Während die Befürworter vom offen zugänglichen Quellcode schwärmen, in dem Fehler schnell repariert werden könnten, warnen die anderen, dass der freie Zugang auch von Cyberkriminellen genutzt werden könne.


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