Blogs, Wikis, Communities
Studie: Firmen setzen auf Web 2.0
Mehmet Toprak
Web 2.0, lange Zeit als Luftblase und Internet-Mode bespöttelt, ist offenbar bei Unternehmen angekommen. Die Wirtschaft setzt verstärkt auf Web 2.0, wie eine Studie der IT-Branchenorganisation Bitkom und des Datenbankspezialisten Oracle ergibt.
Demnach setzt schon mehr als die Hälfte der Firmen auf Blogs, Wikis und soziale Netzwerke, 60 Prozent wollen ihr Engagement noch ausbauen. Und mehr als 80 Prozent geben Web-2.0-Technologien eine große Zukunft. Ursprünglich galten Blogs oder soziale Netzwerke eher als Freizeitbeschäftigung von Privatleuten. Inzwischen haben aber immer mehr Unternehmen und Onlineshops den Wert der Techniken für einen besseren Kontakt zu den Kunden entdeckt.
Gemeinsame Grundidee der Web-2.0-Techniken ist laut Bitkom das "Prinzip der Selbstorganisation." Am beliebtesten sind offenbar die Wikis, bei denen Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner die Webseiten mitentwickeln können. Die Web-Communitys wiederum sind nützlich, wenn es darum geht, spezialisierte Ansprechpartner schneller zu finden. Für die Unternehmen zählt unter dem Strich vor allem, dass sie so schneller auf Markttrends reagieren können.
Hindernisse für die Einsetzung von Web 2.0 im Unternehmen sind in manchen Fällen Zweifel am Nutzen, der hohe Aufwand bei der Implementierung und Sicherheitsrisiken.
An der Untersuchung von Datenbank-Spezialist Oracle und Bitkom haben 400 Unternehmen teilgenommen. Alle Ergebnisse der Studie sollen auf einem Wissensmanagement-Kongress am 8. und 9. Oktober in Frankfurt am Main vorgestellt werden.
Web 2.0 macht Onlineshops benutzerfreundlich
Hoffentlich belassen es die Unternehmen nicht bei Absichtserklärungen. Die Marktforscher von Gartner hatten noch vor wenigen Wochen festgestellt, dass vor allem bei Onlineshops noch viel zu wenig Web-2.0-Technik im Einsatz ist. Die Analysten vermissen insbesondere benutzerfreundliche Features wie beispielsweise Mouse over.
Wenn der Anwender mit der Maus etwa über ein Produktfoto fährt, öffnet sich ein Textfenster mit Informationen. Bequem beim Online-Kauf ist auch die automatische Aktualisierung des Gesamtpreises, wenn der Anwender zusätzliche Produkte in den Warenkorb legt. Die Zurückhaltung beim Einsatz moderner Internet-Technik führt laut Gartner zunehmend zu Frust bei den Kunden.
Die Gartner-Experten empfehlen vor allem den Einsatz von Ajax-Tools, aber auch Javascript und XML, um Webseiten aufzupeppen.
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