Verkehrte Netzwelt: Netzwelt kauft Chip...
Verunsicherung: Schreiben Chip-Redakteure jetzt für netzwelt?
Flattern also demnächst Beschwerdebriefe von heimatlosen Journalisten in den netzwelt-Briefkasten, die nicht mehr wissen, in wessen Redaktionsbüro sie nun sitzen? Für Whats-Your-Place-Geschäftsführer Tobias Lampe unwahrscheinlich, wie er netzwelt gegenüber sagt: "In meinen Augen handelt es sich um eine Scheindiskussion. Bei uns hat sich jedenfalls noch niemand beschwert." Vielleicht ja jetzt?
Problematisch könnte es nämlich werden, wenn der Kauf von Grundstücken in Richtung Wettbewerbsrecht geht. Also wenn beispielsweise der Discounter Lidl Aldi-Grundstücke kaufen und dort eigene Werbung schalten würde, so Lampe. Geschäftsleuten, die sich nun grinsend die Hände reiben, seien die Worte von Lampe nähergebracht: "Der Dienst richtet sich an Privatleute, die ihren Lieblingsplatz kaufen wollen. Weniger an Firmen."

Hobby-Makler: So lässt sich Geld scheffeln
Natürlich besteht immer die Möglichkeit, Land von anderen Nutzern zurückzukaufen, mit Aufschlag versteht sich. Angebote, das Verkehrte-Netzwelt-Land zurückzukaufen sind selbstverständlich gerne gesehen. Schließlich ist das einer der interessanten Ansätze von "Whats Your Place": Virtuelles Grundstück kaufen für echtes Geld. Am besten einen Platz, der viele interessiert. Dann den Preis in die Höhe treiben, durch viele Besucher, und die Pixelmasse gewinnbringend wiederverkaufen. So lässt sich ähnlich wie in Second Life Geld verdienen. Nur eben nicht mit virtueller Kleidung oder Geschlechtsteilen, sondern virtuellen Grundstücken.
Damit keine Jugendlichen in die Kostenfalle tappen, sind übrigens nur Anmeldungen ab 14 Jahren gestattet. Wie Lampe gegenüber netzwelt erläutert, würden außerdem die Abrechnung mit Kreditkarte und das Fehlen von Diensten wie "Konto laden per Anruf oder Premium-SMS" dafür sorgen, dass die lieben Kleinen nicht so einfach ihr Konto leerräumen, um virtuell das Haus des Schwarms zu besetzen.
Einen Missbrauch hat netzwelt mit dem Kauf der Grundstücke übrigens nicht im Sinn. Allerdings seien alle betroffenen Journalisten darauf hingwiesen: Montag. Redaktionssitzung. 8 Uhr 30. Und bitte pünktlich, ja? Kaffee kostet bei uns 20 Cent pro Tasse, der Automat wechselt nicht!

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