Cluster: Enorme Power in Telefonzellen-Größe

Hochverfügbarkeit: Der Schlüssel zum Erfolg

Doch was tun, wenn mal eine dieser Zusammenstellungen ausfällt? Auch hier haben die Entwickler und Architekten Sicherungen eingebaut. Die wichtigste scheint hier die Integration des neuen Hochverfügbarkeits-Servers Express5800 FT, ebenfalls von NEC, zu sein. Mit diesem wird eine erheblich verbesserte Verfügbarkeit sichergestellt.

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Laut sind sie alle: Sightseeing mal etwas anders

Grund für seine enorme Verfügbarkeit von 99,999 Prozent: Seine Kombination aus geeigneter Hard- und Software. Die Abschaltzeit von weniger als fünf Minuten (99,999 Prozent) im Jahr realisiert er über nur ein Betriebssystem, was wiederum gegenüber dem klassischen Serversystem, mit dem Einsatz von verschiedener Software und Netzanbindungen, einen klaren Vorteil hat - so sind es etwa, durch weniger Softwarelizenzen, die niedrigeren Betriebskosten.

Grundlage für den Erfolgszug der LX-Serie ist das Stuttgarter Kompetenzzentrum, das seit Jahren nicht nur eng mit Herstellern wie Intel und AMD zusammenarbeitet, sondern sich auch im Rahmen europa- und weltweiter Forschungsprojekte an der Weiterentwicklung von Soft- und Middleware für Linux Cluster engagiert. NEC ist beispielsweise im Open Source Cluster Applications Resource (OSCAR) aktiv und gestaltet hier gemeinsam mit anderen Partnern aus Industrie und Forschung die frei zugängliche Administrationssoftware.

Die Cluster-Zukunft

"Sowohl Industrie als auch Wissenschaft fordern zunehmend HPC-Cluster, die zwar auf neuester Technologie basieren, aber dennoch extrem zuverlässig sind", erklärt Andreas Findling, Product Line Manager und Technischer Leiter der Business IT-Abteilung von NEC. "Unsere Stärke liegt in der Zusammenstellung und Konfiguration hochwertiger Komponenten, die am Ende ein performantes und schlüsselfertiges Ganzes ergeben. Wir setzen dabei gezielt auf die Tauglichkeit unserer Cluster für den Einsatz im produktiven 24-Stunden Betrieb", führt er weiter fort.

Die Zeiten scheinen tatsächlich vorbei zu sein, in denen man Hallen voll gestopft mit Servern vorfand. Schneller und dabei immer kleiner scheinen die Racker zu werden. NEC kann den HPC-Markt mit der neuen technischen Zusammenstellung ordentlich aufhorchen lassen. Schließlich versprechen die Japaner viel Rechenpower verpackt in nur 1U Gehäusen und einen unermüdlichen hoch-verfügbaren Server, der sogar als Masterknoten agieren kann.

Hybridrechner: Die Zukunft?

Für Parallel-Computing-Anwendungen werden Cluster auch in Zukunft am weitesten verbreitet sein. Da ist sich auch Thomas Schoenemeyer sicher. "Parallel-Computing gehört klar die Zukunft. Doch wird zunehmend Parallelität wie beispielsweise durch die Multicore Technik der Prozessoren die Nutzbarkeit der Cluster zunehmend in Frage stellen". Sehr wahrscheinlich werden Hybrid-Computer-Cluster mit Grafikprozessoren vermehrt zum Einsatz kommen", so Schoenemeyers Blick in die Zukunft.

Aber auch die Hybridrechner stoßen an ihre Grenzen. Zwar können sie mathematische Bibliotheken sehr effizient lesen. Allerdings ist das zum einen mit einem erhöhten Programmieraufwand verbunden, und zum anderen wird es immer Applikationen geben, die auf solchen Rechnern nie laufen werden. Man darf also gespannt sein, wer als nächstes ein effizienteres System aus dem Hut zaubert.

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