Rechenpower an der Fingerspitze
Touchscreen-Computer: Neue Modelle von Dell und HP
Mehmet Toprak
Die PC-Giganten Dell und HP wollen die Bedienung per Touchscreen auch bei PCs ins Gespräch zu bringen. Mit Latitude XT und Touchsmart PC zeigen die Hersteller ihre Vision der mobilen Bedienkonzepte. Auch die Konkurrenz setzt auf Berührung.
Dell versucht es mit dem Laptop Latitude XT. Der Laptop, ohnehin bereits für Bedienung per Stift ausgelegt, verwandelt sich durch ein Software-Update in ein Multi-Touch-Gerät. Dann kann der Anwender auch mit den Fingerspitzen auf dem Display herumfahren und Aktionen starten.
Er scrollt, indem er mit zwei Fingern waagerecht oder senkrecht übers Display fährt. Er vergrößert oder verkleinert Objekte oder Fotos, indem er die Finger auseinanderzieht oder zusammenführt. Schließlich kann er die Software so programmieren, dass durch zweimaliges Tippen aufs Display beispielsweise ein bestimmtes Programm gestartet wird.
Die Software ist für Anwender des Latitude XT kostenlos als Download erhältlich. Das Latitude XT ist ein so genanntes Convertible-Notebook. Bei dieser Notebook-Variante lässt sich das Display um 180 Grad drehen und sogar völlig umklappen. Der Anwender hat so einen digitalen Notizblock vor sich, auf dem er mit dem Stift durch Menüs navigiert oder handschriftliche Notizen macht, die dann per Texterkennung umgewandelt werden. Seit mindestens fünf Jahren versucht die Industrie, die Convertibles und ihre Variante, die Tablet-PCs, den Business-Anwendern schmackhaft zu machen. Bisher ohne durchschlagenden Erfolg.
Neben Dell bieten beispielsweise Hersteller wie Fujitsu-Siemens und Lenovo solche Geräte an. Von Fujitsu-Siemens kommt die Serie Lifebook T. Das Pendant von Lenovo ist die Serie Thinkpad X. Dessen Display lässt sich ebenso wie Dells Latitude XT mit den Fingern steuern. Laptops mit Stift-Bedienung gibt's daneben bei Notebook-Altmeister Toshiba: die Portégé M700 und R400.
In Berlin vorgestellt: HPs Touchsmart PC
Auch für Consumer soll die komfortable Steuerung per Fingerspitze bald möglich werden. Dazu hat HP den Touchsmart PC gebaut. Das kürzlich auf einer Veranstaltung in Berlin erstmals vorgestellte Gerät packt den Rechner mit Intels Core-2-Duo-Prozessor und einen 22-Zoll-Widescreen-Monitor in ein Gehäuse. Der Nutzer steuert Desktop und Menüs via Touchscreen mit den Fingerspitzen. Für die Eingabe von Texten spendiert HP eine besonders flache Tastatur.
Ansonsten ist der Rechner mit allem ausgerüstet, was eine Home-Entertainment-Maschine ausmacht: DVD-Brenner, TV-Tuner mit Aufnahmefunktion, Stereolautsprecher, Webcam und Mikrofon.

![]()
![]()
HPs schicker Touchcreen-PC im obligatorischen Klavierlack-Finish. (Quelle: HP)
Jeff McCrea, Topmanager bei Intel (Vice President und General Manager, Consumer PC Platform Group) erwartet Großes vom HP-Konzept: Der PC werde "den Desktop-PC-Markt revolutionieren". Vorerst wird die Revolution aber nur in den USA verkauft mit Preisen ab 1.300 Dollar. Ob und wann das Gerät nach Deutschland kommt, ist noch nicht klar. Die HP-Manager ahnen wohl, dass die Deutschen beim Thema Technik keine großen Revoluzzer sind.
Weitere Artikel zum Thema
Dell Latitude XT: Tablet-PC mit iPhone-Bedienung
Erster PC mit Multitouch
HP Touchsmart IQ800-Serie: PCs im Monitor zum Anfassen
HP stellt weitere Modelle des All-in-One-PCs mit Touchscreen vor
Lenovo: Business-PC Thinkcentre A62
Kosteneffizient und umweltfreundlich fürs Büro
Links zum Artikel
Mehr über: Hardware, Touchscreen, Laptops, Notebook
Jetzt sind Sie dran.
Kommentieren
Touchscreen-Computer: Neue Modelle von Dell und HP
Was sagen Sie dazu?
Touchscreen-Computer: Neue Modelle von Dell und HP von netzwelt.de steht unter einer Creative Commons-Lizenz. Sie dürfen die Texte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen, bei Angabe und Verlinkung der Quelle "netzwelt.de".
Klicken Sie hier für weitere Informationen
nach oben








