Mehr Größe, weniger Tiefe und umfangreiches Zubehör
IFA-Trends 2008: HDTV überall, Öko-LCDs im Trend
Die IFA in Berlin beginnt zwar erst Ende August, aber schon jetzt präsentierten große Aussteller ausgewählte Neuheiten. Neue Flachbildfernseher haben Grundig, Pioneer, Philips, Samsung, Sharp, Toshiba und Loewe im Angebot. Die Neuerungen beschränken sich nicht mehr nur auf immer größere Displays, sondern umfassen auch weitere Funktionen. Passendes Zubehör gibt es darüber hinaus.
Inhaltsverzeichnis
- 1Größer und flacher
- 2Strom sparen für Klima und Portmonee
- 3Alles HDTV, oder was?
- 4Zubehör für das Heimkino
- 5Es wird eng im Premium-Bereich
Die erste Neuheit in diesem Jahr ist nicht technischer, sondern sprachlicher Natur. Ab sofort heißt die IFA nur noch IFA. Die Bezeichnung "Internationale Funkausstellung" benutzt der Veranstalter nicht mehr, um auch international besser aufgestellt zu sein. Außerdem bekommt in diesem Jahr die so genannte "Weiße Ware" einen eigenen Bereich auf dem Messegelände. Unter diesen Begriff sind die Haushaltsgeräte zusammengefasst, die das Leben einfacher machen: Kühlschränke, Spülmaschinen, Waschmaschinen, Herde, Staubsauger und mehr.
Größer und flacher
Einer der Schwerpunkte der IFA werden erneut Fernsehgeräte sein. Die bisherige Entwicklung setzt sich fort. Die Bildschirmdiagonale wächst, die Bildqualität wird besser und die Geräte werden trotzdem immer flacher. Die Standardausstattung der neuen Modelle haben die Hersteller ebenfalls vergrößert.
IFA-Trends 2008: Flachbildfernseher
Die neue Aurea-Serie von Philips hört auf den Namen 9900. Es gibt zwei Modelle mit 42 oder 37 Zoll Bilddiagonale. Für 3.700 beziehungsweise 3.200 Euro erhält man LCD-Fernseher, die mit jeweils mit vier HDMI-Anschlüssen und USB ausgestattet sind, sowie den DLNA-Standard beherrschen. Zu den technischen Spezifikationen gehören Full-HD mit 1080p, einhundert Hertz Bildwiederholrate un 2250 Billionen Farben.
Die neuen LCD-Fernseher aus Sharps Aquos-Familie hören auf den Namen LC-XL8E. Sie gibt es mit 32 und 37 Zoll großer Bilddiagonale. Sie laufen mit einhundert Hertz und sind für HDTV gerüstet. Um Strom sparen zu können ist unter anderem die Hintergrundbeleuchtung in zwei Stufen regelbar. Die Preise: 32 Zoll gibt es für 1.300 Euro und 37 Zoll für 1.600 Euro.
Das SL im Namen steht bei diesem Loewe-Gerät für "Slim Line". Bei einer Bilddiagonale von 42 oder 47 Zoll ist der Fernseher nur neun Zentimeter tief. DVB-T- und DVB-C-Receiver sind eingebaut und eine DVB-S-Receiver kann optional aufgerüstet werden. Ein Preis stand noch nicht fest, aber Loewe-Geräte gehören nicht zu den Preisbrechern.
Die LCD-Fernseher aus der Vision 7-Reihe von Grundig gibt es mit 32, 37, 42 oder 47 Zoll großer Bilddiagonale. Zur Ausstattung gehören drei HDMI-Eingänge und ein integrierter DVB-T-Receiver. Im Gehäuse befinden sich so genannte Soft Keys, die zur Bedienung etwa vier Sekunden lang rot aufleuchten, wenn man sich dem Gerät nähert. Preise stehe noch nicht fest.
Der Kuro LX6090 ist eines der wenigen neuen Plasma-Modelle. Bei einer Bilddiagonale von 60 Zoll (152 Zentimeter) beherrscht das Gerät HD und verfügt über integrierte DVB-T und Satelliten-Tuner. Dabei ist das Gerät nur 9,4 Zentimeter tief. Nach DLNA-Standard kann es digitale Inhalte über eine Heimnetzwerk oder USB wiedergeben. Ohne HD-Tuner kostet neue Kuro 6.000 Euro, mit HD-Tuner steht der Preis noch nicht fest.
Auch bei diesem 46 Zoll Modell seiner 950-Serie nutzt Samsung sein neues Crystal Design, dass demnächst Produkte aller Gattungen des Konzerns zieren wird. Per RSS-Feeds können Inhalte aus dem Internet geladen werden. Ohne Internetverbindung kommen Inhalte aus der Content Library oder per DLNA-Standard von anderen Geräten der Heimelektronik.
Die Regza-TV ZF-Serie von Toshiba mit 40 oder 46 Zoll Bilddiagonale wird erst ab Oktober 2008 verfügbar sein. Dann ist sie aber mit vier HDMI-Anschlüssen ausgestattet und besitzt einen integrierten DVB-T-Tuner. Als weitere technische Daten sind einhundert Hertz, Full-HD-Auflösung und ein Kontrast von 30.000:1 angegeben.
Neben HDMI-Anschlüssen besitzen die meisten Geräte mindestens eine USB-Buchse, über die externe Datenträger oder eine Digitalkamera direkt an den Fernseher angeschlossen werden können. Fest eingebaut in die neuesten Modelle ist ein Empfänger für das digitale Antennenfernsehen DVB-T.
Bei den Fernsehgeräten dominiert die LCD-Technik. Plasma-Fernseher sind abgehängt und die Röhrentechnik ist inzwischen überholt. Fernseher mit den superflachen OLED-Displays sind für den Massenmarkt noch Zukunftsmusik. Ankündigungen solcher Geräte zur IFA gibt es bisher nicht, aber vielleicht hebt sich der eine oder andere Hersteller die Überraschung für die Messetage auf.
Strom sparen für Klima und Portmonee
Dem allgemeinen Trend zum Stromsparen können sich die Hersteller der flachen Fernseher auch nicht zu entziehen. Neben Grundig bieten auch Sharp und Toshiba Eco-Modelle an, die bis zu 50 Prozent weniger Strom im Betrieb verbrauchen als die normalen Geräte.

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