Drahtlose Ratlosigkeit: Wann kommt DVB-T2 zu uns?

Ungewisse Zukunft für Deutschland

Auf diese Weise passen voraussichtlich sieben statt der bisherigen vier Sender auf jeden Frequenzkanal und erhöhen zumindest rein theoretisch die Anzahl empfangbarer Sender. Eine neue Fehlerkorrektur namens Low Density Parity Check (LDPC) soll das Signal zudem deutlich robuster und stabiler machen.

Aber kein Licht ohne Schatten: Laut DVB-Konsortium steht Aufwärtskompatibilität den neuen Funktionen im Weg, alte DVB-T-Geräte werden also mit dem neuen Standard nichts anzufangen wissen. Wohl aber sollten DVB-T2-Reciever die alten Signale empfangen können.

Werbung

Erste Prototypen für DVB-T2 werden schon Ende dieses Jahres erwartet. Damit ist aber noch lange nicht gewährleistet, dass Deutschland in und auf den Geschmack kommt: Das DVB-Konsortium sieht DVB-T2 ganz klar als Standard für so genannte Post-Analogue Switch-Off Environments (ASO) - also Gebiete, in denen der Wechsel von analogem zu digitalem Fernsehen weit fortgeschritten oder gar abgeschlossen ist.

In Deutschland kann davon keine Rede sein, DVB-T gilt für viele vor allem private Sendeanstalten als unrentabler Verbreitungsweg. Für Staaten, die noch mitten in der analog-digitalen Übergangsphase stecken, ist laut Konsortium der alte DVB-T-Standard ideal.

Deshalb geht das DVB-Board auch davon aus, dass DVB-T und DVB-T2 noch einige Jahre eine parallele Koexistenz führen. Frühestens 2010 werde eine flächendeckende Markteinführung kompatibler Geräte erwartet - ob Deutschland dabei ist, darf allerdings bezweifelt werden.

Forum

Eigenen Kommentar schreiben