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Im Test: Full-HD-Notebooks von Acer, Asus und Sony
Hollywood im Kleinformat

von Kurt Müller Uhr veröffentlicht

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Cineasten sind anspruchsvolle Manschen. Das Beste ist ihnen gerade gut genug und die Filmindustrie erfindet immer wieder neue Filmformate und -darstellungsarten, um den verwöhnten Geschmack zufrieden zu stellen. Auch die Hardware-Hersteller sind schon längst auf diesen Zug aufgesprungen und bieten Full-HD-fähige Notebooks an. Was diese können, hat netzwelt getestet.

Vorbei die Zeiten als ratternde Ungetüme 16 oder 35 Millimeter breite Celluloidstreifen fraßen, um dem Zuschauer bunte Bilder auf einer riesigen Leinwand zu servieren. Denn mittlerweile haben diese Aufgabe leise und kompakte Helfer übernommen: Multimedia-Notebooks. Damit der Cineast auch das beste Filmwiedergabegerät erhält, hat sich netzwelt drei Multimedia-Notebooks näher angesehen.

Exposition: Die drei Musketiere

Im netzwelt-Test treten Acer Aspire 8920G, Asus M70SA und Sony Vaio VGN AR71ZU gegeneinander an.

Das Acer-Notebook zeichnet sich durch folgende Komponenten aus: Ein Intel Core 2 Duo T 8300 Prozessor mit 2,4 Gigahertz Taktfrequenz und einem drei Megabyte großen L2-Cache. Daneben ein vier Gigabyte großer DDR2-RAM, eine 320 Gigabyte große HDD und ein Blu-ray-Laufwerk von Matshita.

Acer Aspire 8920G

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Der Zweite im netzwelt-Test. Links die CineDash Media Console.

Das Ensemble wird von einer Nvidia GeForce 9500M Grafikkarte inklusive einem 18,4 Zoll großen Full-HD fähigen CineCrystal-Display und CineSurround-Lautsprechern mit Dolby 5.1 abgerundet. Der Preis: ab 1.500 Euro. Als Betriebssystem kommt Windows Vista Home Premium zum Einsatz.

Im Asus-Notebook befindet sich ebenfalls ein Core 2 Duo Prozessor, jedoch in der etwas stärkeren Ausführung mit 2,5 Gigahertz. Darüber hinaus sind zwei Festplatten mit einer Kapazität von je 500 Gigabyte, vier Gigabyte Arbeitsspeicher und ein Blu-ray-Laufwerk zu finden. Das 17-Zoll-Display bringt es auf eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln und ist damit Full-HD-fähig.

Asus M70SA

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Der Testsieger mit riesiger Festplattenkapazität und hervorragendem Sound.

Damit der Bildschirm auch seine volle Pracht entfalten kann, bekommt er die Grafikinformationen von einer ATI Mobility Radeon HD3650. Für die akustische Umrahmung sorgen die integrierten Lautsprecher von Altec Lansing inlusive Dolby Home Theater. Preislich liegt das Asus M70SA um die 1.700 Euro.

Das Notebook von Sony besitzt ebenfalls einen Intel Core 2 Duo T9300 Prozessor von Intel mit 2,5 Gigahertz Taktfrequenz. Als Arbeitsspeicher werden insgesamt vier Gigabyte DDR2-RAM eingebaut. Die zwei Festplatten haben zusammen eine Kapazität von 640 Gigabyte. Daten werden mittels eines Blu-ray-Brenners auf die entsprechenden Datenträger gebrannt oder einfach nur gelesen.

Sony Vaio VGN AR71ZU

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Ebenfalls mit einem verspiegeltem Display.

Für die naturgetreue Bildwiedergabe sorgen eine Nvidia GeForce 8600M GT und ein 17 Zoll großes X-black LC-Display mit zwei Leuchten, das Full-HD-Auflösungen ermöglicht. Als Betriebssystem wird beim Sony-Notebook Windows Vista Ultimate verwendet. Das Ganze hat allerdings auch seinen Preis: Die Angebote der Händler starten ab rund 2.300 Euro.

Die Rechner im Vergleich

BenchmarksAcer Aspire 8920GAsus M70SASony Vaio VGN AR71ZU
1280 * 1024
3D Mark 06 ohne AA und AF316633253820
1920 * 1200
3D Mark 06 ohne AA und AF2361 (1920 x 1080)24612770
PC Mark 05564359565962
Cinebench R10 32bit (1 CPU)256728092758
Cinebench R10 32 bit (x CPU)479950905126
Nero Recode (DVD 9 zu DVD5)30:25 Minuten30:32 Minuten30:29 Minuten
Winrar 3.7146:05 Minuten38:26 Minuten37:43 Minuten
Sound2+ (satter Sound, guter Bass)2 (guter Bass, Lautstärke durchschnittlich)3 (schwacher Bass)

Komplikation: Spieglein, Spieglein auf dem Tisch

Die gut verarbeiteten und sehr stabilen Gehäuse aller drei Notebooks sind an der Oberseite mit spiegelndem Lack überzogen, so dass sich der Nutzer mehr oder weniger mittels seiner Fingerspuren verewigen kann. Hierbei hinterlässt Asus den besten Eindruck, da das Gehäuse in Carbon-Optik die Abdrücke besser kaschieren kann.

Notebook von Acer mit Handauflage in Carbon-Optik.

Die Glare-Type Displays aller Notebooks spiegeln, wobei die Bildschirme von Acer und Sony einen wesentlich besseren Eindruck hinterlassen als das Display von Asus. Auch bei den übrigen Gehäusekomponenten wurde großer Wert auf eine ansprechende Optik gelegt.

So befinden sich dort bei allen Notebooks allerlei beleuchtete Elemente, die den Rechnern bei schwacher Zimmerbeleuchtung ein exotisches Aussehen verleihen: Das Logo von Sony unter dem Display leuchtet beispielsweise weiß, der Stromanschluss im linken Deckelscharnier des Acer-Notebooks blau. Außerdem sparen die Hersteller nicht an chromfarbenen Zierleisten.

Auch auf die Gestaltung der Handballenauflagen legen die Designer großen Wert. Beim Notebook von Acer ruhen die Hände auf einem Riffelblech aus Kunstoff, beim Asus-Modell auf einer Carbon-Polymer-Oberfläche, bei Sony hingegen schlicht auf anthrazit-meliertem Plastik. Ebenso fügen sich die Boxen der Soundsysteme harmonisch in das Gesamtensemble ein, wobei die Gestaltung der Asus-Boxen am gelungensten und stimmigsten wirkt.

Zusatztasten des Asus-Notebook für Internet-Explorer, E-Mail und ähnliches. Links oben eine Box.

Peripetie: Hollywood im Wohnzimmer

Jedes Notebook besitzt neben dem Keyboard spezielle Mediatasten. Diese werden während der Wiedergabe von Filmen und dem Fernsehprogramm dazu benötigt, die Lautstärke zu regeln, den Film anzuhalten, vorzuspulen, die TV-Kanäle zu wechseln beziehungsweise TV-Sendungen mitzuschneiden.

Die CineDash MediaConsole von Acer.

In der Kategorie Hollywood im Wohnzimmer erhält den Preis für innovativstes Design das Notebook von Acer mit der CineDash MediaConsole, den Preis für platzsparendstes Design Asus, da die Mediasteuerung komplett in das Touchpad integriert worden ist und der Preis für das schlichteste Design geht an Sony. Dafür bietet Sony mittels einer Sondertaste einen Film Modus an, bei dem der Sound noch satter klingt.

Mit der Taste S2 lässt sich der Film-Modus einschalten.

Damit die Filme in bester Qualität an größere Bildschirme weitergegeben werden können, besitzen alle Notebooks HDMI- und VGA-Anschlüsse, wohingegen separate DVI-Ports bei allen Rechnern vergebens gesucht werden. Beim Acer-Notebook fehlen darüber hinaus ein Antennenanschluss und ein Firewire-Port. Das Gerät von Asus wartet hingegen mit einem eSATA-Anschluss auf und Sony mit PC-Express und PCMCIA-Slots sowie S-Video In und Out und einem TV-Out.

Alles in Einem: Mediasteuerung von Asus.

Retardation: Besondere Leistungen

Das Notebook von Acer erobert in der Kategorie Akku-Laufzeit den ersten Platz, da dessen Akku zwei Stunden HD-Film-Genuss ermöglicht. Die goldene Himbeere geht an Sony, da der Akku dieses Rechners mit 65 Minuten nicht für die Wiedergabe eines vollständigen Kinofilms ausreicht.

AkkulaufzeitAcer Aspire 8920GAsus M70SASony Vaio VGN AR71ZU
Office (idle/2D Modus)155 min.120 min.80 min.
HD-Film120 min.100 min.65 min.
Spiele100 min.90 min.60 min.
Lautstärke (30cm Abstand)Acer Aspire 8920GAsus M70SASony Vaio VGN AR71ZU
Office (idle/2D Modus)32,8 dB32,6 dB34,2 dB
Volllast41,3 dB37,9 dB37,8 dB

In der Kategorie 2,5 Zoll-Festplatte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute geht wiederum der erste Preis an das Asus M70SA, da es über ein Terabyte Speicherkapazität und Raid-System verfügt. Das Sony Vaio VGN AR71ZU hat auch ein Raid-System, kommt wegen der kleineren HDD-Kapazität auf den zweiten Platz. Letzter ist das Acer Aspire 8920G mit lediglich 320 Gigabyte Speicher.

Sonderpreise vergibt netzwelt an das Multimedia-Notebook von Asus wegen seines Hybrid TV-Tuners mit Ferndienung und des abschaltbaren Lichtsensors für die automatische LCD-Helligkeitsregulierung. Ebenso erhält Asus einen Preis für die drehbare Webcam, Sony ergattert Sonderpunkte für die vielen Anschlüsse für Peripheriegeräte, die sich hinter einer leicht zu bedienenden Klappe verstecken, sowie für das Betriebssystem Windows Ultimate und das integrierte TV-Empfangsteil mit Fernbedienung.

Links: Notebook von Sony. Klappe zu und weg. Rechts: Notebook von Asus mit drehbarer Webcam.

Trotzalledem ist es schade, dass die Notebook-Hersteller nur eine 32-Bit-Version von Windows auf den Rechnern installiert haben, denn damit werden von den vier Gigabyte Arbeitsspeicher nur drei erkannt. Ebenso kritisch sieht netzwelt die Keyboards der Notebooks von Acer und Sony: Die Tastatur von Acer ist rutschig, fühlt sich unangenehm an, die von Sony besitzt keinen externen Ziffernblock obwohl dafür mehr als ausreichend Platz zur Verfügung stehen würde.

Abzüge erhielt das Notebook von Sony auch wegen der mangelhaften Befestigung des Deckels, der nur mittels eines Hakens an der Baseunit befestigt wurde. Zu befürchten ist, dass das Display deswegen dann einmal abreißt, wenn es an der falschen Ecke hochgezogen wird. Das Notebook von Asus hat hingegen zwei Haken, die den Bildschirm sicher verriegeln und das Gerät von Acer kommt ohne Haken aus. Hier saugt sich das Display quasi an die Baseunit heran.

Mangelhaft: Der Befestigungsmechanismus beim Sony-Notebook (links im Bild).

Fazit: And the oscar goes to...

Im netzwelt-Test lieferten sich alle Notebooks ein Kopf-an-Kopf-Rennen, da alle Geräte in der technischen Champions-League spielen. Der Stylist aus dem Hause Sony besticht vor allem durch sein sehr gutes Display und die guten Leistungsdaten. Große Schwachpunkte sind der saftige Preis von 2.300 Euro und die sehr schwache Akkulaufzeit. Obwohl wohl niemand mit einem solch schweren Desktop-Ersatz unterm Arm zum nächsten Meeting eilt - eine gewisse Unabhängigkeit von der nächsten Steckdose sollte man erwarten dürfen.

Die Stärke des Acer Aspire 8920G liegt hingegen im Betrieb ohne Steckdose. Sehr innovativ ist die sehr gut funktionierende CineDash MediaConsole. Getrübt wird der gute Gesamteindruck nur durch den eher durchschnittlichen Sound. Der netzwelt Test-Sieger Asus M70SA in Carbon-Optik liegt preislich zwischen den beiden Konkurrenten.

Verdienter Testsieger

Als eines der ersten Notebooks bietet das Asus-Modell satte 1.000 Gigabyte Speicher, was genug für sehr große DVD-Sammlungen sein dürfte. Die Akkulaufzeit ist für eine solche Rechenpower akzeptabel und reicht für einen Film mit einer durchschnittlichen Länge. Herausragend ist der für Notebooks sehr gute Sound; der integrierte Subwoofer weiß zu überzeugen. Einziges Manko ist das zu sehr spiegelnde Display.

Technische Daten

Kommentare zu diesem Artikel

Cineasten sind anspruchsvolle Manschen. Das Beste ist ihnen gerade gut genug und die Filmindustrie erfindet immer wieder neue Filmformate und -darstellungsarten, um den verwöhnten Geschmack zufrieden zu stellen. Auch die Hardware-Hersteller sind schon längst auf diesen Zug aufgesprungen und bieten Full-HD-fähige Notebooks an. Was diese können, hat netzwelt getestet.

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  • badifix schrieb Uhr
    AW: News - Im Test: Full-HD-Notebooks von Acer, Asus und Sony

    Danke... Aber auf die Idee bin ich auch schon gekommen;) Aber mal im Ernst wenn die schreiben, dass das Notebook im Mai ausgeliefert wird, kann es doch nicht sein dass es nirgendwo angeboten wird bzw. verfügbar ist.:confused:
  • Kuchenplatte schrieb Uhr
    AW: News - Im Test: Full-HD-Notebooks von Acer, Asus und Sony

    Ich weiß nicht ob du damit was anfangen kannst. Aber das sind meine Google Ergebnisse..aber ich denke darauf bist du sicher auch schon gekommen http://www.google.de/products?hl=de&q=M70SA+Asus&um=1&ie=UTF-8&sa=X&oi=product_result_group&resnum=1&ct=title
  • badifix schrieb Uhr
    AW: News - Im Test: Full-HD-Notebooks von Acer, Asus und Sony

    Würde mir gern den M70SA von ASUS kaufen... Finde diesen aber in keinem Online-Shop. Nur abgespeckte Varianten, wie den Asus M70SA-7U088C der dann einen 2,4 ghz aber nicht einmal einen TV-Tuner beinhaltet. Könntet ihr oder ein Administrator erklären warum überall steht dass der M70SA mit der umfangreichsten Variante (2,5 ghz, tv tuner usw.) ab Mai auf dem Markt ist, ihn jedoch niemand hat, bzw. verkauft? Wäre super wenn ihr mir eine Antowort liefern könntet, würde diesen gern kaufen. Danke schonmal:)

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Im Test: Full-HD-Notebooks von Acer, Asus und Sony
Im Test: Full-HD-Notebooks von Acer, Asus und Sony
Hollywood im Wohnzimmer wird leicht möglich, besitzt man ein Full-HD-fähiges Notebook mit Blu-ray-Laufwerk. Netzwelt hat drei aktuelle Modelle ausgiebig getestet.
http://www.netzwelt.de/news/78115-test-full-hd-notebooks-acer-asus-sony.html
2008-07-08 17:50:00
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2008/1952/13907.jpg
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