Der Montagmorgen aus Sicht der netzwelt
An den Tasten: Echte Kerle
Revitalisierung können gerade die Männer zurzeit dringend brauchen. Hat doch gerade erst Der Spiegel gezeigt, wie sehr die Emanzipation den Mann niedergedrückt hat. Und bei Plasbergs Talkshow "Hart, aber fair" wurde der männliche Niedergang noch mal genüsslich ausdiskutiert. Doch die IT-News der letzten Tage liefern Stoff, um aus Desktop-Schlaffis wieder echte Kerle zu machen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Sattes Klicken aus der Pfalz
- 2Asus und Panasonic: Laptops für Wind und Wetter
- 3Erster UMPC mit Intels Atom-Prozessor
Da ist zum Beispiel Das Keyboard. Kein Tippfehler, es heißt so. Eine Tastatur von der US-Firma Metadot nach dem Vorbild von IBMs legendärer M-Tastatur, die besonders bei Servern eingesetzt wurde. Ein Eingabegerät mit richtig Tastenhub, bei dem sich jede Taste mit einem satten Klick meldet. Die Leer-Taste macht wahrscheinlich "Klack" und die Enter-Taste "Klonk". Eine akustische Kampfansage an all diese schwindligen Plastik-Dinger mit Multimedia-Knöpfchen und Gel-Kissen. Kurz: Die Tastatur für Männer.
Sattes Klicken aus der Pfalz
Damit es beim Schreiben auch richtig schön klickt und klackt, haben die Amerikaner den Großmeister des taktilen Vergnügens aufgesucht, die deutsche Firma Cherry im oberpfälzischen Auerbach. Die haben alle Tasten mit Goldkontakten versehen, eine Technik, die Cherry seit Längerem bei Vielschreiber-Keyboards einsetzt. Bis zu 50 Millionen Betätigungen soll Das Keyboard aushalten. So viele wie auch Cherrys Business-Tastatur G80-300. Selbst frenetische Vieltipper werden Mühe haben, das Ding klein zu kriegen. Eine herkömmliche Home-Office-Tastatur hält gerade mal zehn Millionen Betätigungen aus.
Für ganz Ambitionierte gibt es das kultige Eingabegerät auch in einer Ultimate Edition. Bei der haben die Tasten keine Beschriftung mehr. Damit ist der Schreiber gezwungen, auf den Bildschirm zu sehen und die Tastenbelegung mit der Zeit wie von selbst zu lernen. Einsteiger in die Welt des kernigen Highspeed-Tippens nehmen das Professional-Modell mit Beschriftung. Man muss es ja nicht übertreiben.
Metadot Corporation ist eigentlich eine Software-Firma, spezialisiert auf Open-Source-Software wie den Metadot Portal Server. Sitz der Firma ist Austin, Texas. Die Idee für das Super-Keyboard kam Firmengründer Daniel Guermeur nach eigenen Worten, weil er jeden Tag acht Stunden tippen musste. Er glaubte, dass er schneller fertig würde, wenn er nicht dauernd auf die Tastatur schauen müsste. So begann er sich nach einer Tastatur ohne Beschriftung umzusehen, die auch noch einen besonders leckeren Anschlag haben sollte.
Das Keyboard, eine beglückende Kombination aus pfälzischer Handwerkskunst und texanischer Sprücheklopperei, soll ab Mitte Juli auch in Deutschland erhältlich sein. Der Onlineshop Get Digital.de bietet es bei Vorbestellung für 79 Euro an. Danach kostet es 99 Euro. Allerdings gibt es die Version mit Euro-Layout vorerst nur in der Ultimate Edition, also ohne Beschriftung. Ein dicker Wermutstropfen.
Die weiteren Daten von Das Keyboard:
104/105-Tasten-Layout
2 USB-Ports
schwarzes USB-Kabel (2 m)
Tasten mit Goldkontakten
blaue LEDs

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