Provider gelangen unbemerkt und legal ins Wohnzimmer

TR-069: Router-Plug-and-Play mit Risiken

TR-069: Router-Plug-and-Play mit Risiken Vor vier Wochen DSL geordert, heute ist endlich der Tag der Freischaltung. Herr Dittmold, unsere erdachter Familienvater, wollte für seine technisch nicht so versierte Familie den Anschluss und freute sich schon im Vorfeld auf die Möglichkeiten des Internets. Eine typische DSL-Bestellung nahm seinen Lauf.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Kundenfreundlich, aber nicht einsehbar
  2. 2Der richtige Provider: Keine leichte Wahl
  3. 3Die Vorteile
  4. 4Der Staat kann immer eingreifen
  5. 5Die Nachteile
  6. 6Kein Deaktivieren der Schnittstelle möglich

Die 60 Euro für den Techniker, der Hardware und Internet in Einklang bringt, kann sich Herr Dittmold sparen. TR-069 (Technischer Report), eine Schnittstelle im Router oder Modem, macht es möglich: Per Fernwartung und Plug-and-Play übernimmt der Provider die gesamte Konfiguration. Kein langes Wälzen von Bedienungsanleitungen, kein Kabelwirrwarr. Doch es ist nicht alles so rosig, wie es den Anschein hat.

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Kundenfreundlich, aber nicht einsehbar

Das DSL-Forum, ein Konsortium aus Netzbetreibern und Herstellern, hat sich diese technische Möglichkeit im Hinblick auf die einfache Konfiguration für den Kunden ausgedacht. Sie soll nicht nur die Nerven des technisch unversierten Users schonen, vielmehr soll der technische Support der Provider entlastet werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Analoge Endgeräte steckt man einfach nur in den dafür vorgesehenen Stecker - die Arbeit auf beiden Seiten wird reduziert.

Der richtige Provider: Keine leichte Wahl

Die Funktion der Schnittstelle ist folgende: Ein so genannter Auto Configuration Server (ACS) übermittelt, im Zusammenspiel mit dem Provider, über den Breitband-Anschluss die benötigten Anschlussdaten an das Endgerät des Kunden. Ein Provider kann so auf den Router des Nutzers gelangen, die gesamten Einstellungen selbst übernehmen und braucht nicht einmal den Verbraucher zu fragen. Das Protokoll wird auch im Zuge eines Firmware-Updates integriert oder ist schon beim Kauf vorinstalliert. Der Betroffene bekommt davon wenig mit.

Die Vorteile

Herr Dittmold muss keinen teuren Service-Techniker engagieren und kann sofort, nach Hardware-Anschluss, loslegen. Eine angenehme Abwicklung, auch weil Herr Dittmold berufstätig ist. Der technische Ablauf ist dabei noch von Provider zu Provider unterschiedlich: So gibt es einige Router, bei denen der Kunde eine Start-PIN über das Web-Interface eingeben muss. Nach der Eingabe wird dann sofort die Fernkonfiguration in Gang gesetzt. Minuten später kann der Kunde das Internet durchstöbern. Aus Sicherheitsgründen versenden einige Provider dazu die PIN oder ein zusätzliches Freischaltungs-Passwort auf dem Postweg.

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Beiträgeinsgesamt 9 Beiträge

Tach Laeng, auch ich habe soeben erst deinen Artikel bemerkt :-) >Ich beschreibe in diesem lediglich die Möglichkeit des Angriffs und >diese ist wahrhaftig keine "solala" oder "das...

Hallo Sigfried. Bin gerade auf Deine Antwort gestoßen. Bitte entschuldige, doch bin ich nicht mehr bei der Netzwelt. Leider hast Du den Artikel falsch verstanden. Ich beschreibe in diesem...

hallo, >Der Sinn, der hinter dem Artikel steckt, ist folgender: Hier geht es erst einmal um den Rundum-Service, der auch die Sicherheit beinhaltet. Diese ist in keiner Weise gegeben. ...

Hallo stocki2008. Ich muss hier dann doch mal was klarstellen, auch weil die Herren/Damen bei AVM etwas Panik schieben und den Sinn des Artikels falsch verstanden haben. Was ja auch nicht weiter schlimm ist.

Hallo Laengsynt, > Doch sind diese nicht bei jeder Box vorhanden ich war nun irritiert wegen der Erwähnung der FRITZ!Box im Artikel, die ist hier aus meiner Sicht sauber.

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