Wendehälse von Dell, Fujitsu Siemens, Mysn, Toshiba
2 in 1-Notebooks: Convertible Tablet PCs im Vergleich
Kurt Müller
Convertible Tablet PCs vereinen zwei Geräte in sich: ein 12 Zoll großes Notebook, das mittels eines drehbaren Displays zu einem Tablet-PC umfunktioniert werden kann. Auf diesem können dann Grafiken bearbeitet oder Texte mittels eines speziellen Stiftes geschrieben werden. Sollte der Stift einmal nicht zur Hand sein, kann der User auf dem Display bei einigen Modellen auch mit den Fingern Fenster öffnen, schließen und verschieben oder Menüpunkte aufrufen.
Damit eigenen sich die PCs besonders für den Einsatz während Meetings oder in Uni-Vorlesungen, da es manchmal schneller ist, bestimmte Sachen mitzuschreiben als einzutippen. Ebenso können Beamer-Präsentationen aufgelockert werden, indem komplizierte Sachverhalte auf dem Tablet mittels kleinerer Skizzen oder Zeichnungen visualisiert werden.
Allerdings fristen die Convertible Tablet PCs in der Welt der Rechner nur ein Nischendasein, weil sie vielen Usern zu teuer sind und meist nur in der Kategorie Business-Notebooks angeboten werden. Sie fallen schlicht und ergreifend aus dem Blickfeld des Privatanwenders. Um die praktischen Rechner nicht länger im Abseits stehen zu lassen, hat sich netzwelt folgende Convertible Tablet PCs angesehen: Dell Latitude XT, Fujitsu-Siemens Lifebook T4220, Mysn TN102R und Toshiba Portégé M700.
Inhalt
- Vom wackeligen Magnesium zum soliden Kunststoff
- Die Zweiklassengesellschaft der Tablets
- Lang lebe der Akku und die CPU
- Alle Werte im Überblick
- Kleine, feine Gimmicks
- Laut oder leise: Der Akustiktest
- Das Fazit: Vom Nischenprodukt in den Massenmarkt?
- Technische Daten
Vom wackeligen Magnesium zum soliden Kunststoff
Im Vergleich zu anderen Rechnern ist das Notebook-Gehäuse von Dell aufgrund seiner edlen Magnesium-Aluminium-Legierung das robusteste und haptisch ansprechendste. Die Kunststoffgehäuse von Toshiba und Fujitsu-Siemens folgen in ihrer Verarbeitungsqualität dicht auf. Da die Hersteller des Mysn PCs offensichtlich am Gehäuse Geld sparen, kam der Rechner nur auf den letzten Platz.
Denn des Mysn-Notebook fühlt sich unangenehm glitschig an und hinterlässt auch sonst in den Händen keinen guten Eindruck. Dafür punktet es bei der Befestigung seines drehbaren TFTs sowohl im Notebook- als auch im Tablet-Betrieb. Besser sind lediglich die Displays von Toshiba und Fujitsu-Siemens, da beide sowohl in der Verwendung als Monitor als auch als Tablet eingerastet werden können.
Convertible Tablet PCs 1
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Der Bildschirm von Fujitsu Siemens ist als einziger sowohl rechts- als auch linksherum drehbar, muss allerdings per Hand mittels eines ausgeklügelten Systems arretiert werden, weil er sonst beim Beschreiben wackelt. Das Dell-Display lässt in diesem Punkt deutlich Federn, da das Display im Notebook-Betrieb zu viel Neigungsspiel hat - beim Tippen von Texten wackelt es unangenehm hin und her.
Die Qualität und Ausführung der Keyboards von Dell, Fujitsu-Siemens und Toshiba sind auf ähnlichem Niveau, wobei die Tasten des Dell-Notebooks zwar am besten zu bedienen sind, die Tasten des Touchpads jedoch über einen sehr gewöhnungsbedürftigen weichen Anschlag verfügen. Mysn konnte hier wieder nicht überzeugen: Die Keyboard-Tasten sind zu klein zum Schreiben und geben laute Klickgeräusche von sich.
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