Kinder im Netz: Freizügigkeit gegen Totalüberwachung
Tipps und Tricks zur Prävention durch technische Lösungen
Meistens seien es im Allgemeinen eher Jungen als Mädchen, die sich für pornografische Inhalte des Internets interessieren. Außerdem suchen Kinder von sich aus nur sehr selten Internetseiten mit sexuell orientiertem Inhalt auf. Ab der fünften Klasse allerdings wiesen sich die Jungen untereinander schon mal auf bestimmte Seiten im Internet hin, dubiose Seiten "machen die Runde."
Deswegen aber gleich die Internetnutzung strikt zu verbieten, hält Michael Schulte-Markwort auch nicht für die Lösung, da die Kinder vielmehr einen verantwortungsbewussten Umgang damit lernen sollten. Grundsätzlich gelte dabei, dass Kinder unter sechs Jahren auf keinen Fall im Internet surfen sollten, sei es mit oder ohne Überwachung durch die Eltern.
Auch technische Lösungen können keinen hundertprozentigen Schutz gegen unerwünschten Inhalt bieten, denn es kann immer wieder dazu kommen, dass verbotene Inhalte durch die Maschen des Netzes schlüpfen.

Eine Möglichkeit wären so genannte Content-Filter. Mittels dieser Softwarepakte können Webseiten, auf denen bestimmte Wörter vorkommen, gesperrt werden. Dabei werden auch die Internetadressen an sich überprüft. Der Nachteil dabei besteht darin, dass zum Beispiel auch normale Webseiten mit doppeldeutigen Wörter gesperrt werden oder aber gewisse Details so umschrieben werden, dass die Webseiten mit kritischem Inhalt durch den Filter schlüpfen können.
Auch Windows Vista bietet unter der Benutzerkontenverwaltung Möglichkeiten an, bestimmte Seiten zu sperren und sogar die Surfzeit zu begrenzen. Dazu in der Systemsteuerung Benutzerkonten und Jugendschutz anklicken und die gewünschten Einträge vornehmen.
Auch Google bietet eine strikte Filterung unter dem Reiter Einstellungen an. Allerdings funktioniert der Filter nur, wenn die Cookies von Google nicht gelöscht werden. Ebenso können entsprechende Seiten auf die Blacklist der Firewall eingetragen werden.

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