Datenklau: Samsung-Handy als Spionage-Werkzeug (Video)
Wie sie sich gegen Zugriffe schützen
Beim netzwelt-Testlauf mit einem LG-Handy erscheint bei der Bluetooth-Kopplung mit einem Samsung-Handy: "Verbindungsanfrage akzeptieren?". Was nach einer harmlosen Absicherung klingt, entpuppt sich als Freifahrtschein. Denn wie der Versuch zeigt, heißt es in diesem Fall "Zugriff auf meine Daten erlauben". Wer hier mit "Ja" bestätigt, gibt seine Multimediadateien wie Fotos, Videos oder Dokumente für den Besitzer des Samsung-Handys frei.
Ist diese Barriere überwunden, lassen sich Dateien übertragen, ohne dass die Handy-Besitzer jede einzelne Übertragung bestätigen müssen. Wer peinliche Fotos oder wichtige Dokumente gespeichert hat, sollte daher vorsichtig sein und Bluetooth nur dann verwenden, wenn das Gegenüber bekannt und ein Missbrauch ausgeschlossen ist.

Wer ein Bluetooth-Handy besitzt und sich vor Zugriffen schützen möchte, sollte ein paar Grundregeln beachten. Generell sollten Sie Bluetooth nicht immer aktiviert lassen, sondern nur, wenn Sie es auch wirklich benötigen. Es lässt sich mit wenigen Klicks in den Einstellungen deaktivieren. Datendiebe haben so kaum eine Chance.
Bei neueren Mobiltelefonen besteht außerdem die Möglichkeit, Bluetooth unsichtbar zu machen. Das heißt, die Funkverbindung ist aktiviert, aber für nicht autorisierte Geräte unsichtbar. Diese Funktion sollten Sie zum Beispiel anwählen, wenn Sie häufig ein Bluetooth-Headset verwenden.
Haben Sie ein anderes Handy für einen Datentausch zugelassen, entfernen Sie es danach wieder aus der Liste "Meine Geräte". Sonst besteht die Gefahr, dass der Besitzer des Handys unbemerkt noch weitere Male auf Ihre Daten zugreift.
Links zum Thema
- Workshop Bluetooth - Probleme mit dem Funk lösen
- Samsung Deutschland
- Mobiltelefone im Test auf netzwelt
