Energiesparlampen vs. Glühbirnen: Stolz und Vorurteil

Alternative

Energiesparlampen sind empfindlich gegenüber hohen Temperaturen, wie sie zum Beispiel in engen oder geschlossenen Leuchten auftreten können. Sie erreichen dort oft ihre spezifizierte Nutzungsdauer nicht. Das gleiche Problem tritt jedoch auch bei Glühlampen auf.

Ebenfalls problematisch kann der Einsatz bei niedrigen Temperaturen sein, insbesondere unter dem Gefrierpunkt. Zum einen verlängert sich die oben beschriebene Startdauer, spezielle an die Temperatur angepasste Schaltungen können das Problem jedoch weitgehend lösen. Zum anderen sinkt die Lichtausbeute der Lampen, da diese ihren optimalen Betriebsbereich bei einer Umgebungstemperatur von 20 bis 30 Grad Celcius besitzen. Spezielle Kompaktleuchtstofflampen lassen sich noch bei Temperaturen bis zu -40 Grad Celcius einsetzen.

In Energiesparlampen befindet sich giftiges Quecksilber. Die gesetzlich erlaubte Höchstmenge liegt bei fünf Milligramm pro Birne. Aus diesem Grund dürfen die Energiesparbirnen nicht über den Hausmüll entsorgt werden, sondern müssen an Sammelstellen zum Recycling abgegeben werden.

Aber auch in einer Glühlampe befindet sich Quecksilber und durch den höheren Stromverbrauch setzt diese auch deutlich mehr davon in Betrieb frei. Das Öko-Institut Freiburg hat errechnet, dass eine Energiesparlampe nur 0,18 Milligramm Quecksilber pro Jahr bei täglich drei Stunden Betrieb freisetzt. Bei einer herkömmlichen Glühbirne sind es hingegen 0,97 Milligramm.

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Eine möglich Alternative für überzeugte Gegner von Energiesparlampen könnten Halogenlampen sein. Diese verbrauchen immerhin bis zu 50 Prozent weniger Energie als konventionelle Glühbirnen und fallen voraussichtlich nicht unter das EU-Verbot.

Zukunftsmusik

Bei Philips ist man sich sicher, dass die Zukunft den Glühbirnen mit LED-Technik gehört. Leuchtdioden zeichnen sich durch eine größere Lebensdauer und einen niedrigeren Stromverbrauch als Energiesparlampen aus. Der bisher größte Nachteil der Leuchtdioden ist, dass sie nicht zur Allgemeinbeleuchtung eines Raumes taugen. Sie werden aber schon als Autoscheinwerfer eingesetzt und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, wenn es darum geht, einen speziellen Punkt zu erhellen.

Aber auch in diesem Bereich gibt es Fortschritte: Leuchtdioden können inzwischen auch Licht abgeben, das allgemein als angenehm empfunden wird. Während man bei Osram damit rechnet, dass 2020 ein Drittel der Glühbirnen zur Allgemeinbeleuchtung auf Leuchtdioden basieren, ist man bei Philips der Zukunft schon etwas näher. Die Firma hat auf der Messe Light & Building eine LED-Glühbirne vorgestellt, die Anfang 2009 in den Handel kommen soll.


Wie gemütlich LED-Glühbirnen sein können zeigen die zwei niederländischen Designer Pieke Bergmans und Peter van der Jagt in ihrer Ausstellung "Melted".

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