Was ist dran an den Leuchtmittel-Mythen?
Energiesparlampen vs. Glühbirnen: Stolz und Vorurteil
Nachdem das mögliche Verbot der herkömmlichen Glühbirne durch die EU bekannt geworden ist, rücken Energiesparlampen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Zahlreiche Mythen ranken sich um die Kompaktleuchtstofflampen. Netzwelt hat nachgeforscht, was an ihnen dran ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1Technischer Fortschritt
- 2Vorurteile und Vorteile
- 3Nachteile
- 4Alternative
- 5Zukunftsmusik
Technischer Fortschritt
Eine herkömmliche Glühbirne wandelt den Großteil des ihr zugeführten Stromes nicht in Licht, sondern in Wärme um. Energiesparlampen verbrauchen nicht nur weniger Strom für die gleiche Helligkeit, sie geben auch weniger davon ungenutzt als Wärme ab. Eine normale Glühlampe hat eine Lichtausbeute von zwölf bis fünfzehn Lumen pro Watt, bei einer Energiesparlampe sind es 60. Um die gleiche Helligkeit zu erreichen wie ein 60-Watt-Glühbirne, braucht eine Energiesparlampe also nur eine Stromzufuhr von 11 Watt.
Vorurteile und Vorteile
Die Glühbirnenhersteller Philips und Osram räumen mit vielen Vorurteilen auf. Energiesparbirnen wird vorgeworfen, dass ihr Licht kälter sei als das von Glühlampen. Tatsächlich traf dies auf die ersten Generationen zu und auch heute existieren derartige Modelle noch immer vor allem im untersten Preissegment. Jedoch sind heute auch Kompaktleuchtstofflampen mit anderen Lichtfarben verfügbar. Die reichen von sehr kaltem Tageslicht bis zu sehr warmem, rötlichem Licht - daneben sind sogar farbige Lampen erhältlich.

Energiesparbirnen mit unterschiedlichen Farbtemperaturen.(Quelle: wikipedia.org, Klick vergrößert.)
Ein weiterer Mythos besagt, dass es Energiesparbirnen nur in der Stabform gebe. Diese Form existiert zwar noch, aber der die Entwicklung geht weiter. Inzwischen gibt es die Energiesparlampen in vielen verschiedenen Formen, darunter natürlich auch die gute alte Birnenform. Es gibt sie heute auch für jeden Sockeltypen, so passen sie inzwischen in jede Lampenfassung.
Die reinen Anschaffungskosten für eine Energiesparlampe sind höher als für herkömmliche Glühbirnen. Über ihre gesamte Lebensdauer bietet die Energiesparbirne jedoch großes Einsparpotential. Bei einer hochwertige Lampe mit einer Lebensdauer von 15.000 Stunden und einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde ergibt sich folgendes Einsparpotential:

Beispielrechnung der Kosten für verschiedene Glühbirnen.(Quelle wikipedia.org, Klick vergrößert.)
Auch in der Gesamtenergiebilanz steht die Energiesparbirne vor ihrer Konkurrentin. Zwar verbraucht ihre Herstellung zehnmal mehr Energie, aber dafür liegt die Lebensdauer auch um einiges höher. Die Herstellung macht insgesamt nur ein Prozent der Gesamtenergiebilanz aus. Eine konventionelle Glühlampe mit 60 Watt verbraucht in ihrer Gesamtenergiebilanz rund 60,2 Kilowattstunden. Eine Energiesparlampe hat in der selben Zeit einen Energieverbrauch von 12,3 Kilowattstunden, also rund 80 Prozent weniger.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 19 Beiträge
@Thomas80: Klar, Quecksilber ist giftig, aber du musst ja auch nicht auf die Idee kommen, die Lamüe aufzubrechen und das Quecksilber zu trinken. Ich hasse es, wenn hier irgendein Heino...
Nachtrag: Deutsche sind Glühbirnen - Fans, NTV Deutsche sind Glühbirnen-Fans - n-tv Videoportal
Zitat: Kann mir mal einer Verraten, was das für eine Strahlung sein soll? Und mit dem Quecksilber, es gibt da auch eine andere Variante, nämlich AMALGAM. Ich nehme an, du hast das Zeug...
@snoopy: Ich hab da was für Dich :kiss:
Zitat: gut das unregistriert2000 das anspricht. energiesparlampen haben eine 18mal höhere strahlung als ein Monitor/Display. und das bei einer entfernung von ca 25 cm, jetzt werden glühbirnen...