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19.06.2008
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Den freieren Austausch digitaler Inhalte fördern

Netzwelt stellt 20.000 Texte unter Creative Commons

Internet & Netzwelt

Netzwelt stellt 20.000 Texte unter Creative Commons

Ab sofort bietet netzwelt seine redaktionellen Beiträge unter der so genannten Creative-Commons-Lizenz an. Das bedeutet: die Allgemeinheit kann ab sofort über 20.000 Seiten hochwertige redaktionelle und andere Inhalte für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen. Netzwelt-Texte- oder Grafiken dürfen vervielfältigt, komplett verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden.

Auch eine Bearbeitung der Texte ist erlaubt. Voraussetzung ist, dass keine kommerzielle Nutzung erfolgt und dass netzwelt stets als Urheber unter Linkangabe beziehungsweise online verlinkt erwähnt wird. Weitere Bedingung ist, dass die bearbeiteten und auf anderen Kanälen verbreiteten netzwelt-Texte unter gleicher CC-Lizenz angeboten werden. Zusammengefasst: Für netzwelt gilt künftig nicht mehr das allseits bekannte "alle Rechte vorbehalten".

Creative Commons Logo

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Mit der Nutzung einer Creative-Commons-Lizenz verfolgen die Betreiber einen kreativen Ansatz. Dieser möchte den Anforderungen an Content-Austausch besonders auch im Internet fördern. Urheberrechtliche Schranken sollen abgebaut werden, die Weiterverarbeitung- und Verbreitung von netzwelt-Inhalten erleichtert werden.

Die Creative-Commons-Lizenzen werden durch die im Jahr 2002 gegründete Non-Profit-Organisation Creative Commons Kreativen und Content-Anbietern kostenlos zur Verfügung gestellt und zwar in Form vorgefertigter Lizenzverträge. Die Vereinfachung der Nutzungsrechte der Texte und Grafiken erläutert Sascha Hottes, neben Dirk Hottes einer der beiden netzwelt-Gründer, wie folgt: "Wir fördern als junges Unternehmen mit der Anwendung der CC-Lizenz den freieren Austausch digitaler Inhalte."

"Wir begrüßen sehr, dass netzwelt.de als großes deutsches Online-Portal seine Inhalte unter einer remix-fähigen Creative Commons-Lizenz zur kreativen Weiternutzung zur Verfügung stellt", so Markus Beckedahl, Projektleiter für Creative Commons Deutschland. "Wir sind uns sicher, dass dieses Vorbild weitere deutsche Medien anregen wird, die eigenen Inhalte offen zu lizenzieren."

Weitere Informationen zu netzwelt.de

Das im Jahr 2004 gestartete Onlinemagazin netzwelt.de gehört in Deutschland mit einer Netto-Reichweite von über 1,1 Mio. Usern (AGOF, IVW-Online geprüft) bei monatlich 17 bis 18 Millionen Seitenzugriffen (I. Quartal 2008) zu den reichweitenstärksten Internet-Special-Interest-Portalen im Bereich IT und Unterhaltungselektronik. Im Ranking der TOP 20 rangiert netzwelt.de auf Platz vier - nach Chip, PC-Welt und Computerbild. Netzwelt ist dabei das einzige Online-Magazin, das keinen Printableger darstellt, sondern aus sich selbst heraus gewachsen ist. Seit April 2006 haben sich die Zugriffsraten um 30 Prozent beziehungsweise rund sechs Millionen Zugriffe im Monat gesteigert.

Weitere Informationen zu Creative Commons

Creative Commons ist eine global agierende Non-Profit-Organisation, die in Form von vorgefertigten Lizenzverträgen einen alternativen Rahmen für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet und fortentwickelt. Einfacher formuliert bietet CC eine Reihe von Standard-Lizenzverträgen an, die zur Verbreitung kreativer Inhalte genutzt werden können. CC ist dabei selber weder als Verwerter noch als Verleger von Inhalten tätig und ist auch nicht Vertragspartner von Urhebern und Rechteinhabern, die ihre Inhalte unter CC-Lizenzverträgen verbreiten wollen.

Durch die Erstellung der CC-Lizenzverträge ist den Rechteinhabern ein Mehr an Optionen an die Hand gegeben worden. Vorher hatten sie in der Regel nur die Wahl, ihre Inhalte entweder überhaupt nicht oder aber unter der Prämisse "alle Rechte vorbehalten" zu veröffentlichen, sofern sie nicht selber die Expertise besaßen, differenzierte Lizenzverträge zu entwerfen. In den Zeiten von digitalen Medien und Internet hat sich diese eingeschränkte Auswahl immer mehr zu einer Behinderung von Kreativität entwickelt, die auch für Künstler spätestens dann spürbar wird, wenn sie mit ihren Arbeiten selber auf digitalen Inhalten anderer aufbauen wollen.


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(Quelle: AGOF e.V. / internet facts 2009-III)
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