Bildarchivierung per GPS-Koordinaten leicht gemacht
Software statt Handarbeit: Geotagging mit und für Flickr
Digitalkamera
Ein Team der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh (USA) hat eine Technik entwickelt, mit der es einfacher wird, Fotos mit geografischen Daten zu versehen. Dafür nutzen die Forscher nicht nur den Bestand der Foto-Community Flickr, sondern stellen ihre Anwendung auch für die Benutzer des Portals zur Verfügung.
Bisher gab es zwei Möglichkeiten Fotos anstatt mit Schlagworten mit geografischen Daten (Geotagging) zu versehen. Entweder mussten die GPS-Koordinaten aufwändig nachträglich per Hand ergänzt werden oder man stattete die eigene Kamera mit einem teuren GPS-Empfänger, der seine Daten in jedes gemachte Foto überträgt, aus. In Zukunft könnte eine Software einen Großteil der Arbeit übernehmen.

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Sehenswürdigkeiten haben eine hohe Trefferquote: Hier die verbotene Stadt in Peking.
(Quelle: Carnegie Mellon University, Klick vergrößert.)
Das Team um Alexei Efros und James Hays entwickelte einen Algorithmus, der Bilder unter anderem anhand von Linien, Farbverläufen und Strukturen vergleicht. Dabei bedient er sich bisher einer Datenbank von sechs Millionen Fotos. Als Ergebnis liefert die IM2GPS getaufte Technik Bildvorschläge. Der Nutzer müsste jetzt nur noch eines der vorgeschlagenen Ergebnisse anklicken, um dessen Daten auf das eigene Bild zu übertragen.
Die Ergebnisse ihrer Testbilder haben die Forscher in einer Galerie ausgestellt. Dabei fällt auf, dass Sehenswürdigkeiten besser erkannt und den richtigen Koordinaten zugeordnet werden als Tiere auf grünen Wiesen oder leckere Speisen auf weißen Tellern. Immerhin 16 Prozent der Testbilder wies der Algorithmus eine Position innerhalb von 200 Kilometern um den wirklichen Aufnahmeort zu.

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Geringe Trefferquote: Ein Teller, der in jeder Küche stehen könnte.
(Quelle: Carnegie Mellon University, Klick vergrößert.)
Das hört sich nach wenig an, ist aber fast ein Drittel mehr, als die Forscher vorher erwartet hatten. Noch genauer dürfte die Erkennungsrate steigen, wenn alleine die über 68 Millionen bisher mit Angaben zu Breitengrad und Längengrad versehenen Fotos aus Flickr als Datengrundlage herangezogen werden.
Die Forscher stellen einen Code zur Verfügung, der über die Flickr API in das Fotoportal eingebunden werden kann. Damit hat jeder die Möglichkeit zu versuchen, seine Fotos mit den richtigen geografischen Koordinaten zu versehen.
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