Ausgeschaltet: EU will ab 2009 Glühbirnen verbieten
Nur verhaltene Kritik an EU-Plänen
Politiker und Verbraucherschützer begrüßten das geplante Verbot. Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese betrachtet es als "wertvollen Beitrag zur Entlastung der Bürger angesichts der hohen Energiekosten". Der SPD-Umweltpolitiker Ulrich Kelber verwies auf den Koalitionsvertrag von CDU und SPD in dem das Verbot der Glühbirne stehe. Außerdem müsse man aus der "Stromverschleuderungs-Technologie" aussteigen.
Verbraucherschützer bemängeln, dass die EU seit 2001 den Import von Niedrigenergielampen aus China durch Zölle um bis zu 66 Prozent verteuere. Deshalb zahlen die Europäer laut Experten 100 Millionen Euro zu viel.

Die herkömmlichen Glühbirnen gelten als besonders ineffizient. Ein Großteil der ihnen zugeführten Elektrizität wandeln sie nicht in Licht, sondern in Wärme um. Damit erwärmen sie gleich doppelt das Erdklima. Energiesparlampen haben im Verhältnis zur Energiezufuhr eine höhere Lichtausbeute. Sie sind mit Gas gefüllt und mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichtet.
Australien als Vorbild
Vorreiter in Sachen Glühlampenverbot ist Australien. Dort wurde bereits 2007 beschlossen, die Verwendung herkömmlicher Glühbirnen zu untersagen. Neuseeland zog gestern nach und kündigte an, Glühlampen ab Oktober 2009 zu verbieten und durch Energiesparlampen zu ersetzen.
Eine noch bessere Möglichkeit, mit wenig Strom Licht zu erzeugen, könnten Leuchtdioden (LED) sein. Schon vor anderthalb Jahren haben Forscher begonnen, LED-Lampen zu entwickeln, die ein angenehmeres Licht ausstrahlen als die bisher verfügbaren Dioden.
