Der Montagmorgen aus Sicht der netzwelt
IT-Deutschland ist Europameister
Mehmet Toprak
Montagmorgen. War da nicht was? Ja, heute Abend entscheidet sich das Schicksal der Fußball-Nation, wenn Deutschland gegen Österreich um den Einzug ins Viertelfinale kämpft. Wie gut, dass netzwelt nur über IT und Consumer Electronics berichtet. Aber darin wenigstens ist Deutschland (fast) unschlagbar, wie die Nachrichten vom Wochenende zeigen.
Wir könnten nämlich schon bald "führende IKT-Nation Europas" werden (IKT, Informations- und Kommunikationstechnologie). Sagt Jochen Homann, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest hat Homann die Ergebnisse einer Studie zur "ePerformance" der europäischen Länder 2007 vorgestellt. Demnach belegt Deutschland im Vergleich der Top-5-Länder Europas den zweiten Platz hinter England. Als Top 5 werden die bevölkerungsstärksten Länder Europas bezeichnet: Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien.

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Staatssekretär Jochen Homann hat Grund zur Freude: Als IT-Land ist Deutschland schon die Nummer zwei in Europa. (Bild: BMWI)
Deutsche haben die günstigsten Breitbandzugänge unter den Top 5. Durchschnittlich 28,91 Euro kostet ein breitbandiger Internetanschluss pro Monat in Deutschland. Knapp dahinter liegt Großbritannien mit 28,94 Euro. Der europäische Durchschnitt beträgt 35,84 Euro.
Führend ist Deutschland auch bei den Pro-Kopf-Umsätzen im E-Commerce. 21,60 Euro wurden pro Einwohner 2007 umgesetzt, ein Zuwachs von 85 Prozent gegenüber 2006 (11,70 Euro). Auf Platz zwei folgt England mit einem Pro-Kopf-Umsatz von 18,90 Euro.
Den ersten Platz in der Kategorie Computer-Know-how teilen wir uns mit den Spaniern. 28 Prozent der Bürger dieser Länder haben "vergleichsweise hohes Können in Bezug auf computerbezogene Aktionen".
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