Projekt Go-OO optimiert Geschwindigkeit und Formate
Freeware der Woche: Noch besseres OpenOffice.org
Moritz Zielenkewitz
Die kostenlose Büro-Suite OpenOffice.org hat sich als Alternative zu Microsofts Office etabliert und gräbt fleißig Marktanteile ab. Doch das Projekt Go-OO zeigt, dass es immer etwas zu verbessern gibt: OpenOffice.org startet schneller und lernt wichtige Formate.
Go-OO ist ein so genannter Fork der Original-Software, eine Abspaltung des Programmcodes also. Dieses Phänomen ist vor allem im Open-Source-Sektor häufig zu beobachten, wenn mehrere Personen die Rechte an der Weiterentwicklung haben, sich aber nicht auf eine Marschrichtung einigen können.
Ein berühmtes Beispiel ist hier der Mozilla Firefox, der als Fork von Netscape das Licht der Welt erblickte. Aber auch OpenOffice selbst ist ursprünglich ein Fork der kostenpflichtigen StarOffice von Sun gewesen. Die Entwickler von Go-OO erweitern die Büro-Freeware deshalb um Funktionen, die ihrer Meinung nach fehlen.

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Go-OO: Schneller und formatfreudiger.
Fork mit Format
Ein klarer Gewinn für OpenOffice-Fans sind die Formate, die Go-OO unterstützt. Besonders OpenXML ist hier hervorzuheben, ein Standard, der in Microsofts Office 2007 eingeführt wurde. Die Formate docx, pptx und xlsx waren bislang nicht mit anderen Office-Programmen kompatibel, die Dokumente mussten vorher konvertiert werden.
Wer oft mit Vektorgrafiken arbeitet, wird an Go-OO seine helle Freude haben: Im Gegensatz zu OpenOffice.org kann der Fork Scalable Vector Graphics (SVG), Enhanced Meta Files (EMF) und Word Perfect Graphics (WPG) handhaben.
Go-OO stellt auch Dokumente mit Feldvorlagen fehlerfrei dar, in die persönliche Daten oder Zahlen eingetragen werden müssen. Zudem funktioniert der Import von Microsoft-Works-Dateien in die Freeware. Eher eine Randnotiz: Texte mit chinesischen Schriftzeichen werden dank einer Gitteranordnung in Go-OO sauberer dargestellt als beim große Bruder OpenOffice.org.
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