Smartphone-Markt boomt
Frauen lieben iPhone, Treo und Blackberry
Handy
Der typische Smartphone-Besitzer ist circa 35 Jahre alt, männlich, viel unterwegs und liebt Hightech. An diesem Satz ist praktisch alles falsch. Sogar das erste Wort "Der". Denn immer öfter ist es eine "Sie", die sich ein Smartphone zulegt. Frauen kaufen die Hightech-Telefone aber nicht aus Begeisterung an Tasten und Funktionen, sondern einfach, weil sie praktisch sind.
Den weiblichen Sturm auf Smartphones vermeldet das Marktforschungsinstitut Nielsen Mobile anhand einer aktuellen Statistik. Hauptverantwortlich für den Trend scheint Apples iPhone zu sein. Während im Oktober 2007 nur jedes vierte iPhone in den USA an eine Frau verkauft wurde, war es im Oktober 2008 schon jedes Dritte, genauer gesagt: 33 Prozent aller iPhones. Das gerade vorgestellte neue iPhone dürfte diese Entwicklung noch unterstützen.
Laut einem Bericht der New York Times (NYT) greifen die Frauen deshalb zum Apple-Telefon, weil es mit praktischen Funktionen und attraktivem Design glänzt, aber andererseits nicht mit Technikspielereien und Tasten-Wirrwarr nervt.
Die NYT zitiert noch weitere Zahlen aus der Nielsen-Studie. Diese tauchen zwar nicht auf der Website des Marktforschungsinstituts auf, doch Nielsen hat den NYT-Artikel selbst veröffentlicht. Im Gegensatz zu den Männern betrachten zwei Drittel der weiblichen Smartphone-Besitzer die Geräte nicht als Zusatzgerät fürs mobile Business. Vielmehr nutzen sie Blackberry und iPhone, um den Alltag zu organisieren, die Termine der Kinder zu checken, E-Mails mit Familienmitgliedern auzutauschen oder einfach als Entertainment-Maschine.
Smartphones organisieren das Privatleben
Damit zeichnet sich ein weiterer Trend ab. Smartphones sind nicht mehr allein eine Angelegenheit für den Beruf. Sie setzen sich immer mehr als normaler Begleiter im Alltag durch. "Man wird nicht mehr als Technik-Freak angesehen, wenn man ein Smartphone hat", erklärt Carolina Milanes, Research Director beim Marktforschungsinstitut Gartner gegenüber der New York Times.
Auch die Hersteller haben die Frauen als Zielgruppe entdeckt und bieten speziell für diese Zielgruppe gestaltete Notebooks oder Handys an. Aber offenbar unterliegen viele noch dem Missverständnis, Hightech für Frauen müsse immer knallrosa oder mit Swarovski-Kristallen besetzt sein. Dezentere Beispiele sind hier die mit Leder überzogenen Asus-S6-Notebooks (Leder Edition) oder das protzige Motorola-Handy mit Goldauflage und Schlangenleder, das Motorazr V8 Luxury Edition.

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Smartphones wie der Blackberry Pearl oder auch das iPhone entwickeln sich in den USA auch bei Frauen zum Verkaufsschlager.
Ganz unabhängig von der Geschlechterfrage sagen die Marktforscher von Gartner den Smartphones gute Zeiten voraus. So ist der Absatz der Geräte im ersten Quartal 2008 weltweit um 29,3 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal 2007 gestiegen. 32,2 Millionen Geräte wurden allein in den ersten Monaten dieses Jahres verkauft. Unangefochtener Spitzenreiter bei den Herstellern ist mit großem Abstand Nokia. Die Finnen haben im ersten Quartal 2008 weltweit einen Marktanteil von 45 Prozent erobert und etwa 15 Millionen Smartphones an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht. Auf Platz zwei folgt Blackberry-Hersteller Research in Motion, der 4,3 Millionen Geräte verkauft hat. Auf Platz drei liegt bereits Apple mit 1,7 Millionen iPhones.
Die Top 5 Smartphone-Hersteller
| Erstes Quartal 2008, weltweit | ||
|---|---|---|
| Firma | Stück | Marktanteil in Prozent |
| Nokia | 14.588.600 | 45,2 |
| RIM | 4.311.814 | 13,4 |
| Apple | 1.725.300 | 5,3 |
| Sharp | 1.323.800 | 4,1 |
| Fujitsu | 1.317.500 | 4,1 |
| Andere | 8.982.890 | 27,9 |
| Summe | 32.249.904 | 100 |
Quelle: Gartner
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