Spionage: Welche Techniken wirklich möglich sind

PGP Desktop Tutorial

Wie man Computer sicher macht, ist bekannt. Aber eine Firewall schützt schon lange nicht mehr alleine vor Angriffen. Zu ihr sollten sich neben einem Anti-Viren Programm auch ein Tool zu E-Mail Verschlüsselung gesellen. Das wohl bekannteste und auch einfach zu konfigurierende Tool ist das PGP von Zimmermann. Aber auch andere Verkehrsdaten als die klassischen E-Mail-Inhalte sollten vorsichtig behandelt werden.

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Der absolute Schutz: Die PrivacyBox

Ob am Telefon, an der Kasse oder in der Einkaufspassage: Überall werden Daten erfragt und meist auch erhoben. Wer es schafft, ein wenig stiller durch die Straßen zu schlendern, ist schon einen großen Schritt weiter. Informationen fließen nach der Erhebung oft über ungeschützte Kanäle, und das ist auch der Grund, warum zum Schluss dieses Artikels noch einmal ein Web-Interface zur Sprache kommt, welches seit dem 09.06.2008 für Aufsehen sorgt: Die PrivacyBox der German Privacy Foundation.

Dieses Web-Interface scheint das zurzeit effektivste Mittel gegen Bespitzelung zu sein und es steht für jedermann zur Verfügung. In den letzten Jahren kamen die so genannten Tor-Server immer wieder, von den Regierungen initialisiert, in richterliche Bedrängnis. Die Anonymisier-Server verhindern das Ausspähen des Surf-Verhaltens von einzelnen Nutzern und die Betreiber dieser Server haben es, gegenüber staatlichen Institutionen, dann bekanntlich immer schwer.

Eine Möglichkeit seine Nachrichten zu verschlüsseln und dabei den kompletten Weg im Internet zu verschleiern, ist der Horror aller Geheimdienste und anderer Behörden - und was Schäuble darüber denkt, kann man sich vorstellen. Mit der Box können User sich Nachrichten zusenden, ohne dabei protokolliert zu werden. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich - weder beim Empfänger noch beim Sender.

Warum das alles?

"Man muss das alles sportlich sehen. Zum einen ist es immer wieder spannend neue technische Möglichkeiten auszuprobieren und deren Rätsel zu lösen. Zum anderen ist es aber auch die Politik, die einen dazu treibt", so Burkhard Schröder, Journalist und Vorstandsvorsitzender der German Privacy Foundation, gegenüber netzwelt.

Ob James Bond jetzt ebenfalls vorsichtiger mit fremden Daten umgeht, kann bezweifelt werden. Aber vielleicht haben wir Sie persönlich ein wenig sensibilisieren können. Achten Sie einfach darauf, nicht so viele Daten preiszugeben, aber eben auch darauf, sich keine sensiblen Daten zu besorgen - wenn es nicht wirklich nötig ist und weil es ohne richterlichen Beschluss illegal ist. In diesem Sinne: Nicht geschüttelt, nur verschlüsselt.

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