Spionage: Welche Techniken wirklich möglich sind

Der Anfang der Bespitzelung

Man braucht kein Informatikstudium, um aus der Ferne auf einen Drucker zuzugreifen. Zum Beispiel trifft man immer wieder auf frei-konfigurierbare Drucker in Medienhäusern. Über das Internet lassen sich die Schnittstellen finden, man konfiguriert den betroffenen Drucker einfach neu, um etwa alle Druckaufträge automatisch an eine bestimmte E-Mail Adresse weiterzuleiten. Meist muss man nicht einmal ein Passwort brechen - die offenen Quellen liegen frei auf der Datenautobahn herum.

Hier fängt die mögliche Überwachung und Bespitzelung also schon an. Wo sie letzten Endes aufhört, lässt sich nicht sagen, doch mit kleinen so genannten Wanzen kann man diese noch verfeinern. Die Wanze zählt zu den altbewährten Abhörvorrichtungen. Eine gut platzierte Wanze, natürlich nicht sichtbar, ist seit Jahren die effektivste Methode, um an Informationen zu kommen. Spezialanfertigungen sind kaum größer als ein Fingernagel. Sie kosten allerdings auch schon mal bis zu 600 Euro.

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Per Schallwellen zur Information

Eine noch weitaus kostenintensivere Methode scheint da das Abhören per Schallwellen zu sein. Oft genug beim 007-Agenten beobachtet, aber meist nie hinterfragt. Natürlich handelt es sich hierbei, anders als bei der Wanze, um eine Methode vom Geheimdienst. Zu teuer ist die dahintersteckende Technik (zwischen 4.000 und 15.000 Euro), um eine hohe Ton-Qualität zu gewährleisten. Die Arbeitsweise ist dazu sehr aufwändig.

Schallwellen weiten sich in Räumen aus und versetzen Gegenstände und Oberflächen in Schwingung. Ein Vorgang, der mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Mit Hilfe eines Laserstrahls, der dann auf ein Fenster des Raumes gerichtet ist, in dem Personen reden, wird der zurückkehrende Strahl durch die Schallwellen aufmoduliert. Das Trägersignal wird also verändert, um das so genannte Nutzsignal (das gesprochene Wort) über höhere Frequenzen im Kanal transportieren zu können. Später wird das Signal wieder zurückgewandelt, um die gewünschten Informationen zu erhalten.

Hört sich kompliziert an. Aber wenn man sich die Geschichte der Geheimdienste und Behörden anschaut, fällt auf, dass diese komplizierten Verfahren manchmal nötig sind. Immer wieder schaffen es schlaue Köpfe Dinge zu entwickeln, die das Belauschen erschweren oder gar unmöglich machen. Für die Menschheit eine Genugtuung, für die Geheimdienste ein Gräuel - und Grund für einige Länder, die Verschlüsselungstechnik unter das Waffengesetz zu stellen.

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