Was sind Spionage-Attacken und wie schützt man sich vor ihnen?
Spionage: Welche Techniken wirklich möglich sind
Markus Henkel
Wie spannend wäre es, in die Fußstapfen des berühmten James Bond zu treten? Fremde Telefonate abhören, E-Mails mitlesen oder ganze Datenbanken einsehen - alles heimlich versteht sich. Netzwelt zeigt nicht wie, aber was gehen könnte: Der große netzwelt-Lauschangriff.
Was finanzierbar ist, passiert auch
Der Begriff Überwachung wird schon lange nicht mehr nur mit Wolfgang Schäuble in Verbindung gebracht. Die letzten Skandale rund um die Telekom oder Lidl sind noch in aller Munde und zeigen, wie nah wir jeglicher Überwachungsmöglichkeit sind. Die Frage ist also berechtigt, was und vor allem wie überwacht wird. Das Warum können wir hier natürlich nicht klären - das ist Aufgabe eines Gerichts.
Eines sollte generell klar sein: "Was an Überwachungsmaßnahmen technisch möglich und finanzierbar ist, das geschieht auch", so der Sicherheitsexperte und Journalist Albrecht Ude auf einem Sicherheits-Workshop in Hamburg. "Die üblichen Gründe für eine Überwachung sind in erster Linie zwar Terrorismusbekämpfung, Kinderpornografie oder Geldwäsche beziehungsweise die Fälschung von Banknoten. Doch wer die Möglichkeiten besitzt, über die Grenzen zu lauschen - wer würde da nicht schwach werden", führte Ude fort.

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Keine Panik: Die Raumüberwachung im Überblick
(Bild: as-grafik-design)
(Klick vergrößert.)
Und genau da wollen wir mit der Lauscherei beginnen: Verfallen Sie bitte nicht in Panik. Die meisten Abhörtechniken sind dem Geheimdienst oder anderen Instituten vorbehalten - solche Bespitzelungen sind unglaublich teuer. Stellen wir uns daher einfach mal die Frage, was denn überhaupt überwacht wird. Zu aller erst die Inhalte der Kommunikation, wie etwa E-Mail-Inhalte, auch Inhalte von besuchten Websites sind möglich, von Telefonmitschnitten ganz zu schweigen. Aber die meist verbreiteten Überwachungsgeräte bleiben der Kopierer und Drucker.
Moderne Kopierer und Drucker besitzen meist einen Netzwerkanschluss oder bringen auf jeden Fall nicht sichtbare Codierungen auf jedem Farbdruck an. Manche Kopierer besitzen sogar schon Festplatten und viele Drucker sind dazu via E-Mail ansprechbar. Man kann unschwer erkennen, dass dieser Datenverkehr leicht anzusteuern und damit auszuspähen ist.
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