US-Supercomputer stellt Leistung mit 15 Nullen bereit
Neuer Petaflop-Rechner: Roadrunner durchbricht Schallmauer
Markus Henkel
IBM und das US-Energieministerium gaben heute einen historischen Meilenstein in der Computerwissenschaft bekannt: Der erste Petaflop-Rechner und damit die neue Nummer eins in der Top 500 Liste ist ans Netz gegangen. Roadrunner, so der Name des neuen Riesen, schafft eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde - ein Wert mit 15 Nullen (1.000.000.000.000.000).
Superleistung für das Militär
Der Supercomputer wurde am Los Alamos National Laboratory in New Mexico installiert und besteht zum Teil aus Komponenten der Spielcomputer-Industrie. Er soll zur Staatssicherheit der Vereinigten Staaten eingesetzt werden und ist demnach ein weiterer Supercomputer des Militärs. Viele Superrechner in den USA stellen ihre Rechenkraft dem Militär zur Verfügung und werden dem Zweck entsprechend stark finanziell gefördert.

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Der neue Superlativ der Top 500: Der Roadrunner von IBM
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Um seine Leistung bildlich darzustellen, bedarf es keiner aufwändigen Simulation: So gibt es circa sechs Milliarden Menschen auf der Erde und wenn diese sechs Milliarden Menschen gleichzeitig ein Notebook nutzen würden, bräuchten sie 46 Jahre für eine Berechnung, die der Roadrunner an einem Tag lösen könnte. Mit dieser unglaublichen Leistung soll der Rechner zum einem spezielle militärische Probleme beheben, um beispielsweise fehlerhafte Funktionen bei Gefechts-Simulationen frühzeitig zu erkennen.
Standard-Komponenten für 133 Millionen Dollar
Zum anderen sollen aber auch wissenschaftliche Themen tangiert werden: Die Klimaveränderung ist allgegenwärtig und ist somit Thema des Roadrunners. Er soll globale Klimamodelle mit eine höheren Genauigkeit prüfen, um gegebenenfalls den USA in kritischen Belangen rund um die Klimafrage Rückendeckung zu geben. So ist die USA in den letzten Jahren immer wieder in die Kritik geraten, da sie sich nicht an den globalen Klimaproblemen beteiligt hat.
Das Roadrunner-Projekt kostet stolze 133 Millionen Dollar und stellt auch den ersten "Hybrid"-Supercomputer der Welt. Er arbeitet erstmalig mit Standard-Komponenten wie den Opteron-Chips von AMD- und die Haus-eigenen Cell-Chipsätze von IBM. Letztere sind beispielsweise auch in der populären Playstation 3 eingebaut.
Das neue Konzept mit Standardkomponenten zu arbeiten würde es sogar erlauben, den Roadrunner mit verschiedenen Rechnertypen zu vernetzen. Doch das wird das US-Militär wohl kaum zulassen - eine technische Revolution ist es aber allemal.
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