Netzwelt zu Besuch bei den Computerforensikern in Hamburg
Cyber-Verbrechen: "Ein stetiges Katz-und-Maus-Spiel"
Kurt Müller
Datum: Donnerstag, der fünfte Juni 2008. Ort: Hamburg Alsterdorf, Bruno-Georges-Platz Nummer eins. Zeit: acht Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit. Wetter: Sonnenschein mit einem elftel Bewölkung, leichte Brise, im Schatten etwas frisch.
Rund 30 Stufen geht es aufwärts, bevor der Besucher vor dem imposanten Bau des Polizeipräsidiums Hamburg steht, dessen Grundriss einer Sonne mit mehreren Strahlen ähnelt und wie eine Burg mit Wall aussieht. In einer der Strahlen befindet sich das Ziel der Reise: die Abteilung 39 des Landeskriminalamts und deren Leiter Thomas Schwarze.
Sicherheit geht über alles
Doch bevor Herr Schwarze bitten lässt, steht noch eine Untersuchung in der schummerigen Sicherheitsschleuse bevor. Zwei Schiebetüren und ein Schalter, beides aus schusssicherem Glas, sowie ein Metalldetektor. Hinter der Scheibe: akustisch kaum wahrnehmbare Sicherheitsleute einer privaten Wachschutzfirma. Nachdem der Wachmann seine Wünsche endlich mittels Mikrofon artikuliert hat, erfolgt die Ausweiskontrolle.
Noch ein kurzer Anruf bei Thomas Schwarze, dass der Herr von netzwelt da sei und dann erhält der geschätzte Gast zwei Dinge: einen Ausweis mit der Aufschrift "Besucher", den er gut sichtbar an der Kleidung zu befestigen hat, und ein Formular, das vom Sachbearbeiter, also dem Interviewpartner, mit Datum und Uhrzeit versehen sowie unterschrieben und gestempelt an die Leute der Sicherheitswache zurückgegeben werden muss.
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