Texte, Tabellen, Präsentationen
IBM: Lotus Symphony 1.0 ist fertig
Der Namen Lotus Symphony täuscht eigentlich. Denn die klassische Symphonie von Beethoven bis Bruckner hat immer vier Sätze - IBMs Bürosuite dagegen nur drei Programme. Vielleicht sollte IBM die Software also lieber Lotus Sonata nennen, entsprechend der klassischen dreisätzigen Sonatenform. Aber Computerleute verstehen eben nichts von klassischer Musik.
Das ist aber schon der gewichtigste Kritikpunkt an Lotus Symphony. Produkttechnisch betrachtet stößt die Bürosuite in eine Lücke, die sich zwischen Microsofts Office 2007 und OpenOffice 2.4 auftut. Microsofts Office-Suite ist edel, aber teuer, OpenOffice kostenlos, aber schwach im Support (zumindest aus der Sicht risikoscheuer Admins). So gesehen ist Lotus Symphony 1.0 perfekt. Die Software ist im Prinzip kostenlos, bietet aber optional einen technischen Support "auf dem Niveau anderer IBM-Software-Produkte". Die Software steht ab sofort auf IBMs Lotus-Seite zum Download bereit.
Das IBM-Büropaket basiert auf OpenOffice, wurde von den IBM-Entwicklern aber wesentlich verändert. So besteht Lotus Symphony nur aus drei Programmen: Texte schreiben mit Documents, Tabellen erstellen mit Spreadsheets und Präsentationen gestalten mit Presentations. Ein Zeichenmodul wie Draw oder das Mathematikprogramm Calc gibt es nicht. Auch keine Datenbank wie Base. Konzentration auf das Wesentliche und die häufigsten Aufgaben im Büro lautet die Devise.
Ein weiterer Unterschied zu OpenOffice besteht in der Bedienung. Alle Dokumente öffnen sich innerhalb eines Fensters und nicht in verschiedenen Fenstern. Lotus Symphony ist für Windows und Linux erhältlich und benötigt auf der Festplatte 540 (Windows) respektive 750 Megabyte (Linux).
Standardmäßig speichert die Software Dokumente im OpenDocument-Format (ODF), ein Format, das auch Microsoft in Zukunft unterstützen wird. Allerdings beherrscht die IBM-Suite auch Microsofts Office-Format. Für den reibungslosen Austausch von Dokumenten ist also theoretisch gesorgt.
Ansonsten birgt die Ausstattungsliste der Bürosuite keine großen Überraschungen. Sie liefert aber alles, was eine moderne Office-Suite haben muss. So kann der Anwender Dokumente direkt in PDF exportieren. Auf der IBM-Seite gibt es diverse Plug-ins zum Download. Beispielsweise eines, mit dem der Anwender das Programmpaket mit einem eigenen Logo versehen kann. Ein weiteres Tool konvertiert Präsentationen ins Flash-Format.
Wer mit keiner der genannten Bürosuiten arbeiten will, dem bleibt nur noch der Umstieg auf Corels Büroprogramm WordPerfect Office X3.


Seit nunmehr drei Monaten existiert das Office-Paket IBM Lotus Symphony, seit der Lotusphere-Messe hat es mit der Beta 3 auch die deutsche Sprache erlernt. Die auf der Suite von OpenOffice.org aufsetzende quelloffene Zusammenstellung von Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation wird damit auch hierzulande als Konkurrenz zu etablierten Office-Paketen interessant.
Linux-Anwender, die gelegentlich mit einem Windows-Programm arbeiten wollen, können sich freuen: Wine 1.0 ist fertig. Mit der Software laufen Programme wie Microsoft Office, Photoshop oder Lotus Notes auch auf Linux-Rechnern. Der Release-Kandidat für Wine war erst vor wenigen Wochen, Anfang Juni, fertiggestellt worden. Wine 1.0 kann kostenlos heruntergeladen werden, zunächst nur als Quellcode, die Binärpakete sollen folgen.
Ein Klassiker meldet sich mit einer neuen Version zurück. Das bereits Anfang Juni angekündigte Programm Acrobat 9 ist ab sofort erhältlich. Wichtigstes Feature der Version 9 ist die Unterstützung des Flash-Formats. Netzwelt berichtete. Damit bindet der Anwender Flash-Player-kompatible Videos und Anwendungen in PDF-Dokumente ein.
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