Neue Notebookplattform auf Computex vorgestellt
Stromsparende Raubkatze: AMD stellt "Puma" vor
Kurt Müller
Die leidige Frage, die sich bei Notebooks und anderen mobilen Geräten immer wieder stellt, ist die, wie lange der Akku wohl durchhalten wird. Grundsätzlich gibt dieser nämlich seinen Geist auf, wenn das Gerät am dringendsten gebraucht wird. Auch AMD-Chipsätze zeichneten sich in der Vergangenheit nicht gerade durch effektives Stromsparmanagement aus. Damit soll jetzt Schluss sein.
Das Powerpaket namens Puma beinhaltet einen AMD Turion X2 Ultra-Doppelkernprozessor mit maximal 2,4 Gigahertz Rechenleistung und zwei L2-Chaches mit je 1.024 Kilobyte. Dieser wurde von AMD speziell für den Notebookmarkt entworfen und ist eine Mischung aus dem AMD Athlon K8 und dem K10. Daneben befindet sich der Chipsatz M780G inklusive Radeon HD 3200 Onboard-Grafik.
Designs von Turion und Grafikkarte sparen Strom
Mittels des so genannten "split power-plane"-Designs kann der Turion-Prozessor je nach Rechenbedarf mit verschiedenen Taktraten arbeiten, was den Stromverbrauch senkt. Ebenso hat AMD für seinen Grafikchip einen eigenen 128 Megabyte DDR2-800 RAM-Baustein vorgesehen, der den Hauptspeicher-Controller entlastet und somit zusätzlich Akku-Strom einspart.
Mittels der vom Desktop her bekannten "Hybrid-Graphics-Technologie" kann der Nutzer beim Puma zwischen zwei verschiedenen Grafikmodi auswählen: Ist das Notebook mit dem Stromnetz verbunden, wird ein zusätzlicher 3D-Chip zugeschaltet, der anspruchsvolle Grafik berechnen kann. Befindet sich das Notebook im Akku-Betrieb wird lediglich die stromsparende Onboard-Grafikkarte benutzt. Der manuelle Wechsel zwischen den beiden Modi kann jederzeit während des laufenden Betriebs vorgenommen werden.
Bereits schon jetzt haben Acer, Dell, Hewlett-Packard und Toshiba angekündigt, den Puma-Chipsatz einsetzen zu wollen. Sollte bei AMD nichts mehr mit der Auslieferung und der Technik schiefgehen, so hätten sie einen großen Vorteil gegenüber Intel. Denn deren Montevina-Plattform mit dem Intel Centrino 2 Prozessor kommt aufgrund technischer Schwierigkeiten erst Mitte Juli 2008 auf den Markt.
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