Chip-Hersteller plant Rückkehr in den Mobilfunksektor
Intel: Atom-Power auch für Handys
Kurt Müller
Da Handys mittlerweile Mini-Rechnern ähneln, will sich Intel wieder im Mobilfunksektor engagieren. Vor allem die zweite Generation der Intel Atom-Prozessoren, die für die zweite Hälfte des Jahres 2009 erwartet wird, solle neue Marktsegmente für den Chiphersteller erschließen, so der CEO der Intel Corporation Paul Otellini. Damit wolle Intel zusätzliche Umsätze in Milliardenhöhe erwirtschaften.
Große Hoffnungen setzt der Chef von Intel auf die zunehmende Vernetzung der Handys, die einen besseren Prozessor notwendig machen wird. Aber auch in den neuen tragbaren Minicomputern, die so groß sind wie ein iPhone und "Mids" genannt werden, sollen Intels Atom-Prozessoren verwendet werden, wie auch in Fernsehern, niedrigpreisigen Netbooks oder ähnlichen Produkten.

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Links: der XScale von Marvell auf einer Platine Rechts: der Intel Atom Prozessor (Bilder: intel.com)
WiMax beschleunigt Intel
Damit die Vernetzung reibungslos klappt, benötigt Intel einen neuen Übertragungsstandard, der WiMax genannt wird. Dieser Standard, der so genannte "4G broadband wireless standard", wurde 2007 von den amerikanischen Firmen Sprint und Clearwire entwickelt. Bis zum Jahr 2010 ist geplant, diesen dann flächendeckend in den USA möglich zu machen - mit Übertragungsraten von zwei bis vier Megabit pro Sekunde im Download und ein bis zwei Megabit pro Sekunde im Upload.
Jedoch scheiterte Intel schon im Jahr 2006 beim Versuch mit den XScale-Prozessoren einen Fuß in die Mobilfunkbranche zu bekommen. Daraufhin stieß Intel die komplette Kommunikations- und Applikationsprozessorsparte ab und verkaufte sie für 600 Millionen US-Dollar (388 Millionen Euro) an Marvell Technology.
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