Schleichwerbung auf Abruf

Blu-ray: Sony plant neue Werbeformate in Filmen

Blu-ray: Sony plant neue Werbeformate in Filmen Sony hat eine neue Technologie vorgestellt, die es ermöglicht, nachträglich Bilder in Blu-ray-Filme einzubinden. So wäre zum Beispiel ein an Zielgruppen und Länder angepasstes Product Placement möglich. Dies berichtet das Verbrauchermagazin Help des österreichischen Rundfunks in seiner jüngsten Sendung.

Werbeunterbrechungen in gekauften und geliehenen Filmen auf Video, DVD oder eben Blu-ray sind bisher nicht üblich und sollen es mit der neuen Technik auch nicht werden. Was Sony perfektionieren will, ist das Product Placement, das in Kinofilmen schon üblich geworden ist. So ist es zum Beispiel bei jedem neuen James Bond-Film eine großes Thema, welche Automarke er nutzt, während sein Drink hingegen seit 1962 gleich geblieben ist.

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Optimal plazierte Schleichwerbung

Mit der neuen Technik von Sony besteht die Möglichkeit Filme, die von einer Blu-ray abgespielt werden, mit jeweils anderen Produkten zu versehen. Dazu muss der Blu-ray-Player mit dem Internet verbunden sein. Je nach zahlendem Kunden könnte jedes mal ein anderes Produkt, zum Beispiel verschiedene Getränkebehältnisse in einem Restaurant, im Film auftauchen.

Laut Sony ist das System, sollte es wirklich Marktreife erreichen, optional. Andernfalls könnte auch nicht mehr die Rede von Kundenfreundlichkeit sein, wenn man zwangsweise online gehen müsste, um sich einen Film von einer Blu-ray anzuschauen.

Ein Handy für Indiana Jones?

Es sei aber nicht zu befürchten, dass unpassende Werbung geschaltet werde. Damit beschränkt sich die neue Technik selbst auf den Einsatz in Filmen, die in der Gegenwart spielen. Filme, die in der Vergangenheit spielen, bieten kaum Möglichkeiten für die Bewerbung von aktuellen Produkten.

Ein ausgereiftes Geschäftsmodell solle das ganze System noch nicht sein. Weder gebe es bisher Studien, wie potentielle Käufer das neue System annehmen würden, noch seien Auswirkungen der neuen Werbetechnik auf Preise von Blu-ray-Filmen einzuschätzen. Sony habe nur die Technologie entwickelt, über den Einsatz müsse die Werbeindustrie entscheiden.

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