MediaDefenders Praktiken gegen Revision3 und die Folgen

Attacke auf P2PTV-Anbieter: Wer bewacht die Wächter?

Attacke auf P2PTV-Anbieter: Wer bewacht die Wächter? Der IPTV-Sender Revision3 wird Opfer eines Angriffs, die Server sind drei Tage offline. Der Schuldige ist schnell gefunden: MediaDefender, Bluthund der Unterhaltungsindustrie. Ob Missverständnis oder nicht, die Methoden sollten skeptisch machen.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Wie im Krimi: Am Anfang war der (Server-)Mord
  2. 2Die Spuren führen zu MediaDefender
  3. 3Durchs Hintertürchen rein
  4. 4

    Video von CNet News: Revison3-Geschäftsführer Jim Louderbeck berichtet von den Angriffen auf den Tracking-Server durch MediaDefender.

  5. 5Die Unschuld vom Copyright-Lande
  6. 6Attacke mit weitreichenden Konsequenzen

Wie im Krimi: Am Anfang war der (Server-)Mord

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Es war ein schwarzes Wochenende für Jim Louderbeck: Der Geschäftsführer des IPTV-Senders Revision3 konnte drei Tage lang kein Internetfernsehen an seine Zuschauer liefern. Der Grund: Mittels Denial-of-Service-Angriff (DoS) wurden die Server seiner Firma mit Anfragen überschüttet und brachen unter der Last zusammen.

Revision3 verteilt seine Inhalte über ein P2P-System und lässt sich dabei vom BitTorrent-Protokoll unter die Arme greifen. Ähnlich also wie Azureus und BitComet - allerdings komplett legal, da die Rechte an den gesendeten Inhalten geklärt sind. Auf einem der Revision3-Server befindet sich der Tracker, welcher die Metadaten der zu verteilenden Sendungen sammelt.

DoS-Attacke
Beweisfoto: DoS-Attacke auf die Revision3-Server.(Quelle: Revision3, Klick vergrößert.)

Wie Revision3 die Inhalte unter den Zuschauern verteilt, ist maßgeblich für das Verständnis des Hergangs: Denn genau auf diesen Tracking-Server hagelten bis zu 8.000 Anfragen pro Sekunde nieder. Der Server und mit ihm das gesamte Netzwerk der Firma verabschiedete sich vom 24. bis zum 27. Mai. Drei Tage sind für ein Online-Unternehmen wie Revision3 wirtschaftlich bedenklich.

Die Spuren führen zu MediaDefender

Louderbeck und sein Team waren alarmiert und versuchten, dem Ursprung der Attacken auf die Schliche zu kommen. Überraschenderweise war das problemlos möglich und lieferte die US-Firma ArtistDirect als Quelle. Eine durchaus brisante Entdeckung, denn ArtistDirect ist der Mutterkonzern von MediaDefender.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Filesharing und Internetfernsehen.

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