Diktieren am PC: Dragon Naturally Speaking im Test

Flüssige und intuitive Bedienung

Probleme machen auch zusammengeschriebene Wörter und Komposita. So weiß Dragon nicht, ob man "Solarbranche" schreibt oder "Solar Branche", "Vollkorn" oder "voll Korn". Einmal erscheint die originelle Wortneuschöpfung "Alltagrolltreppefahrstuhl" auf dem Monitor.

Auch mit den im Deutschen immer häufiger auftretenden Anglizismen hat Dragon seine liebe Not. Aus "cool" wird "Kohl" und der ist schon lange nicht mehr im Amt. Nicht zuletzt machen Namen Ärger. Zwar erkennt die Software den Namen "Beckenbauer", mit "Yvonne" ist sie aber bereits überfordert. Da hilft alles nichts, Namen müssen prinzipiell korrigiert und trainiert werden.

Beim IT-Wortschatz schneidet die Software übrigens ziemlich gut ab. Wohl wissend, dass die Tester der Computerredaktionen gerne mal ein Computerthema als Diktat nehmen, haben die Entwickler eine Menge IT-Vokabeln ins Wörterbuch eingepflegt. Begriffe wie "dpi", "Zoomfunktion" oder "3D-Taskmanager" erkennt das Programm auf Anhieb.

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Nur Gutes gibt es über die Bedienung zu sagen. Die Menüleiste kann der Anwender oben oder unten verankern. Auch ohne langes Handbuchstudium findet man sich schnell zurecht. Diktat und Korrektur gehen wunderbar intuitiv und flüssig vonstatten. Per Sprachbefehl schaltet der Anwender zwischen Diktier-, Befehls- und Buchstabiermodus um.

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Hat man sich mal versprochen, lässt der gesprochene Befehl "Löschen" das zuletzt diktierte Wort wieder verschwinden. Die Textkorrektur funktioniert reibungslos: Falsches Wort markieren, "korrigier das" sagen, im Korrekturfenster das richtige Wort aus einer Liste wählen oder in ein Eingabefeld eintippen. Dann ins Mikro sprechen. Fertig.

Diktieren will gelernt sein

Eine andere Schwierigkeit im Alltag, für die das Programm aber nichts kann. Spracherkennung funktioniert vielleicht im Testlabor so, dass der Redakteur Texte vorliest. Im wirklichen Leben hingegen muss der Anwender diktieren, also druckreif formulieren. Wer kann das heute, im Zeitalter der Textverarbeitung noch? Das muss man also erst wieder lernen. Ach ja, und Satzzeichen fügt Dragon auch nicht automatisch ein, die muss der Anwender also mitdiktieren.

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Hightech: Eine ganze Menge Patente stecken in Dragons Spracherkenner.

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