Diktieren am PC: Dragon Naturally Speaking im Test
Diktieren in Word
Wer es ganz gut machen will, nutzt noch eine weitere sinnvolle Optimierungsfunktion. Dabei liest Dragon bereits vorhandene Texte des Anwenders ein und sucht darin nach Vokabeln, die nicht im Wörterbuch stehen. Dann kann man die Wörter, die man häufiger benutzt, auswählen, dem Wörterbuch hinzufügen und gleich die Aussprache trainieren. Eine sehr sinnvolle Funktion.
Mit Dragon kann der Anwender nicht nur Texte und E-Mails diktieren, sondern auch die Bedienoberfläche steuern, durch Menüs navigieren oder im Web surfen. Doch für den Anfang ist es zweckmäßig, sich aufs Schreiben zu konzentrieren, schließlich bringt das den größten Gewinn bei der Produktivität. Außerdem reagiert das System auf Sprachbefehle bei der Navigation im Web oft etwas träge, da es den Befehl ja erst analysieren und erkennen muss. Da ist die Maus einfach schneller.
Das Diktieren erfolgt entweder in einem einfachen Diktierfenster, DragonPad, oder direkt in Word. Endlich ist der feierliche Moment da. Das erste richtige Diktat. Der Eindruck ist zunächst positiv. Durch den schnellen Drei-GHz-Rechner ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit sehr hoch, das Gesprochene erscheint nur mit wenigen Sekunden Verzögerung auf dem Monitor. Auch wenn man sehr schnell spricht, gibt es keine Probleme.
Die Erkennungsgenauigkeit ist aber bei keinem der sechs diktierten Texte berauschend. Die Rate schwankt zwischen 88 und 95 Prozent. Das ändert sich nach Korrektur und Training der Wörter. Dann steigt die Erkennungsrate auf Werte zwischen 93 und 99 Prozent. Schön, aber niemand diktiert denselben Text zweimal. Korrektur und Training müssen aber trotzdem sein, denn manche Begriffe kommen ja auch in anderen Texten vor und werden dann meistens auf Anhieb erkannt. Meistens, nicht immer.

Perfektion ist nicht möglich
Diktiert wurden folgende Texte. In Klammern ist die Erkennungsrate bei Erstdiktat und nach Korrektur angegeben.
Artikel aus netzwelt über die Genius-Maus (94/98 Prozent)
Passage aus dem Jugendbuch "Noch geheim". (93/93 Prozent)
Interview aus Focus mit dem Geiger Nigel Kennedy (95/98 Prozent)
Artikel über Solarzellen (90/97 Prozent)
Text aus der Apotheken Umschau über Sport und Ernährung (94/98 Prozent)
private E-Mail (88/99 Prozent)
Die Werte zeigen, dass die Fehlerrate durch Korrektur und Aussprachetraining zwar spürbar sinkt, doch Perfektion ist nicht möglich. Mit einigen Worttypen hat Spracherkennung immer wieder Probleme. Schwierig sind kleine Wörter und Pronomen: wie, da, du, er, es oder so. Je kürzer das Wort, desto weniger Akustikinformationen bekommt die Software und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Erkennungsalgorithmus daneben haut.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 13 Beiträge
Hallo, würde gern wissen, wie aufwändig das Trainieren zu Beginn ist. Ich habe nirgendwo konkretere Infos gefunden. Ich möchte die Software meiner alten Tante schenken, die gern die Erinnerungen ihres Lebens...
benutze DNS seit Jahren, angefangen von der Vers.7; ... es hat sich viel verbessert, auch die Hardware ( Intel CPU's eignen sich für DNS besser, auf einem PC, win 98 XP prof, ist ein Intel Duo-Core T 9400 drin,RAM...
Kann mir jemand sagen, wie groß der aktive Wortschatz ist? D.h. wieviele unterschiedliche Wörter/Tokens kann ich erkennen? Gibt es irgendwo eine genauere technische Beschreibung des Systems? ...
Es würde uns interessieren, wer schon gute Erfahrungen mit NaturallySpeaking im Zusammenhang mit Bluetooth-Headsets gemacht hat. Welcher Hersteller, wie teuer, welcher PC-Stick etc. etc. Vielen Dank.:D:D:D
Sowohl ich wie auch ein Bekannter, der schon länger mit dem Programm arbeitet, sind begeistert von dieser Möglichkeit. Vor dem Kauf der Preferred Wireless-Version ist m.E. allerdings zu überlegen, welche Ansprüche...