Umfrage von Logitech
Studie: Die sechs Notebook-User-Typen
Mehmet Toprak
Was für ein Notebook darf es denn sein? Ein preisgünstiges Mini-Notebooks wie der Asus EeePC oder das neue Mini Inspiron von Dell? Oder vielleicht ein elegantes Business-Notebook von Samsung mit repräsentativem Alu-Finish? Muss es ein Marken-Notebook sein oder reicht auch ein No-Name-Rechner?
Nichts von alledem. Für die meisten Käufer kommt es hauptsächlich auf den Preis an. Kriterien wie Marken-Image oder Design sind für viele eher zweitrangig. Nur 39 Prozent der User sind bereit, für Faktoren wie Markenname, Technik und Design tiefer in die Tasche zu greifen. Für 61 Prozent der Notebookbesitzer ist der Preis das wichtigste Kaufkriterium, gefolgt von einfacher Bedienung und technischen Details. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Heidelberger Gesellschaft für innovative Marktforschung (GIM) im Auftrag von Logitech durchgeführt hat.
Warum Logitech? Weil Logitech Mäuse und Tastaturen baut. Dinge, die zwar jeden Arbeitsplatz-PC aufwerten, aber bei Notebooks eigentlich überflüssig sind. Die Mobilrechner haben schon eine Tastatur und eine Maus brauchen sie strengenommen auch nicht. Außerdem verkaufen sich die Mobilen von Jahr zu Jahr besser, wohingegen die PC-Verkäufe zurückgehen. Also ist der Notebook-Boom für Logitech eine ziemliche Bedrohung. Vielleicht hassen die Logitech-Manager die Notebooks sogar. Aber die erfolgsverwöhnten Logitecher lassen sich nichts anmerken und geben gut gelaunt eine Studie heraus, die helfen soll, Notebook-Käufer besser zu verstehen. Und, Überraschung, diese hält ein dickes Trostpflaster für den Schweizer Konzern bereit. Für Notebook-Käufer darf beim Zubehör eine "Maus nicht mehr fehlen".
Die Heidelberger Marktforscher befragten für die Studie insgesamt 1.000 Notebookbesitzer aus ganz Deutschland im April 2006 zu ihrem Kauf- und Nutzungsverhalten. Die Kernbotschaft der Studie, dass Peripherie-Geräte aus dem Logitech-Sortiment auch bei Notebooks eine Rolle spielen, haben die Marktforscher aber recht geschickt verpackt. Sie stellen sechs verschiedene User-Typen vor.
Der Simplifyer (23 Prozent)
Etwa ein Viertel aller Notebook-User. Überwiegend weiblich. Betrachtet das Notebook als Gebrauchsgegenstand. Muss nicht immer das Neueste haben, wartet bei technischen Geräten lieber ab, bis sie sich in der Praxis bewährt haben. Nutzt den Mobilrechner überwiegend zu Hause. Braucht auch Maus, Headset und Webcam.
Der Smart-Buyer (19 Prozent)
Überwiegend männlich. Recherchiert vor dem Kauf sorgfältig nach dem besten Angebot. Konsultiert Testberichte und Empfehlungen. Er erwartet bei seinem Notebook ein Maximum an Funktionalität und Qualität zu einem möglichst günstigen Preis. Gilt als Experte, der Freunde und Bekannte bei neuen Trends berät. Nutzt natürlich Lautsprecher, Headset, Tastatur und Webcam, die Maus ist für ihn selbstverständlich.
Der Basic-User (19 Prozent)
Überwiegend weiblich. Legt Wert auf einfache Bedienung und praktische Funktionen. Kein Interesse an technischen Details. Marken und Design sind unwichtig. Setzt beim Thema Beratung auf Fachhandel oder persönliche Empfehlungen. Nutzt Internet nicht so oft, höchstens für E-Mail. Als Zubehör werden höchstens Lautsprecher und eine Maus angeschafft.
Der Marken-Fan (15 Prozent)
Kauft den Laptop als Statussymbol, Marken-Image ist wichtig. Zahlt auch einen höheren Preis dafür. Nutzt das Internet intensiv, kauft Webcam, Headset und Lautsprecher.
Der Technik-Freak (15 Prozent)
Überwiegend männlich. Anspruchsvoller Trendsetter, immer gut informiert. Sein Expertenwissen wird im Freundeskreis sehr geschätzt. Stellt hohe Anforderungen an Technik und Leistung des Laptops. Legt Wert auf Qualität, Design und eine attraktive Marke. Ist fast ständig online, nutzt Online-Kommunikation und Multimedia. Holt sich zusätzlich Lautsprecher, Headset und Webcam sowie Tastatur und Notebook-Halterungen.
Der Design-Afficionado (9 Prozent)
Steht auf schicke Optik, Material und Ergonomie. Zahlt auch gerne mehr dafür. Ist an Technik interessiert, probiert neue Gadgets aus, deren praktischer Wert ist jedoch eher nebensächlich. Betrachtet Notebooks als Statussymbol. Hohe Affinität zu Peripheriegeräten wie Tastatur, Headset, Lautsprecher und auch Webcams. Man sieht, ohne Logitech geht auf dem Notebook-Markt gar nichts.
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