Digitale Spiegelreflexkameras für Um- und Einsteiger von Olympus
Kain gegen Abel: Olympus E-420 und E-520 im Test
Jan Johannsen
Außerdem befindet sich in dem weniger kompakten Gehäuse der E-520 auch ein größerer Akku als in der E-420. Er kann etwa 30 Prozent mehr Strom speichern als das kleinere Modell der Bruderkamera. Während die E-420 über 18 Aufnahmemodi verfügt, bietet die E-520 zwei mehr an. Dabei handelt es sich um "Unterwasser-Weitwinkel" und "Unterwasser-Nahaufnahme", denn für die E-520 kann man ein Unterwassergehäuse erwerben.

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E-420: Aufnahme einer Blume im Makro-Modus.
(Klick vergrößert)
Ein weiterer Unterschied ist die Art des Suchers. Während die E-420 ein TTL-Spiegelsuchersystem besitzt, verfügt die E-520 über einen optischen Spiegelreflexsucher mit Pentaprisma. Der integrierte Blitz der E-520 kann im Gegensatz zu dem der E-420 für die Herstellung von Belichtungsreihen genutzt werden und erlaubt eine genauere Einstellung der Blitzlichtkorrektur.
In der Praxis
Die technischen Unterschiede machen sich in der Benutzung der Kameras nicht besonders stark bemerkbar. Der Bildstabilisator bringt nicht bei jedem Bild eine Verbesserung. Die unterschiedliche Akkukapazität fällt erst bei längeren Foto-Touren ohne Lademöglichkeit auf, Unterwasserfotos nehmen die meisten Menschen auch nur selten auf und der Unterschied zwischen den beiden Suchertypen (TTL und Pentaprisma) ist auch für fortgeschrittene Hobby-Fotografen kaum zu bemerken.
Die E-420 ist laut Olympus die "kompakteste digitale Spiegelreflex der Welt". Mit ihrer geringen Größe und ihrem niedrigem Gewicht spricht sie vor allem Fotografen an, die viel unterwegs sind und beim Gepäck auf jedes Gramm achten (müssen). Trotz ihrer geringen Größe liegt sie gut in der Hand und ist einfach in der Bedienung.
Olympus E-420
Die Olympus E-420 näher betrachtet.Die E-520 ist zwar etwas größer als die E-420, aber ebenfalls ein angenehmer Begleiter, der nicht schwer ins Gewicht fällt. Je nach Handgröße des Fotografen liegt sie besser in der Hand als das Schwestermodell und ist durch ein paar zusätzliche Knöpfe noch einfacher zu bedienen. Viele Einstellungen sind mit weniger Tastenbewegungen erledigt als bei der E-420.
Dies gilt zum Beispiel für die Gesichtserkennung, den Weißabgleich, die Lichtempfindlichkeit, das Messfeld und die Art des Autofokus. Während zum Beispiel die Gesichtserkennung bei der E-520 mit einem einzigen Knopfdruck aktiviert oder deaktiviert wird, muss man sich bei der E-420 erst ins Menü begeben. Ist der richtige Menüpunkt ausgewählt kann er von "Aus" auf "An" gesetzt werden, oder anders herum.
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