Das Vermächtnis des Transrapids
Forscher lassen Computermaus schweben
Kurt Müller
Ralph Hollis und sein Forscherteam der amerikanischen Carnegie Mellon-Universität haben ein Gerät entwickelt, das einer Küchenmaschine mit Rührbesen ähnelt. Der Unterschied dazu besteht darin, dass die Schüssel sechs Magnetspulen und optische Sensoren beinhaltet, die die Maus - quasi den Rührbesen - schweben lassen und ihre Bewegungen bis auf zwei Tausendstel Millimeter genau nachverfolgen.
Der User legt dann seine Hand auf die schwebende Maus in der Schüssel, den Handballen auf die Schüsselkante, und legt los. Dass die Maus überhaupt schwebt, verdanken die amerikanischen Forscher der Magnettechnik, die auf dem Konzept des Linearmotors der Magnetschwebebahn Transrapid basiert. Getestet wird die Schwebe-Maus mittlerweile von Forschungsinstituten, die das menschliche Tastvermögen untersuchen.
Vor- und Nachteile liegen eng beisammen
Die Vorteile der Magnetfeld-Maus liegen darin, dass sie nicht nur Bewegungen nach vorne, hinten, links oder rechts erlaubt, sondern auch nach oben und unten. Dadurch könnte die Bearbeitung von dreidimensionalen Objekten vereinfacht werden. Ebenso erfolgt die Übertragung der Steuerbefehle direkt und ohne mechanische Verzögerung. Das dürfte vor allem für den PC-Spielemarkt und professionelle Gamer interessant sein. Was nicht vernachlässigt werden darf: Es gibt weniger Teile, die verschleißen können. Allenfalls muss hin und wieder die Schüssel abgestaubt werden.
Obwohl diese Technologie dem User einen sehr guten Kontakt zwischen Hand und Maus ermöglicht, hat die Apparatur einen Haken. Da sich die Hand mit der Maus in einer relativ kleinen Schüssel befindet, besteht nur ein sehr beengter Spielraum für Handbewegungen. Das könnte bei grafischen Anwendungen zu Schwierigkeiten führen, die ein Drehen oder Wenden eines Bildschirmobjektes erfordern.
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