Chiphersteller versucht mit asiatischer Philosophie zu produzieren
Prozessoren & Overclocking: Intel setzt auf Feng Shui
Intel geht ganz neue Wege in Sachen Baukunst. Zwar haben große Unternehmen schon immer mal ein extra markantes Gebäude bauen lassen. Doch der Chip-Riese setzt nun für seine neue Werkhalle "Fab 68" in China auf eine Jahrtausende alte chinesische Kunst: Feng Shui.
Lebensenergie Qi fließt bei Intel grün
Was würde wohl Gou Po davon halten? Auch wenn der Gelehrte mit seinem "Buch der Riten" als Erfinder des Feng Shui bezeichnet werden kann, so hat er wahrscheinlich nie damit gerechnet, dass ein modernes Unternehmen nach seinen Lehren ein Gebäude errichtet. Doch Intel setzt nun auf die Hilfe von Meistern des Feng Shui. Diese uralte Lehre soll gewährleisten, dass nach dem richtigen Aus- und Einrichten des Gebäudes der perfekte Fluss der Lebensenergie "Qi" fließt.
Als ob das noch nicht ausreichen würde, soll die neue Produktionsstätte nach dem Verlauf der Sonne ausgerichtet werden. Das sei das Ergebnis der letzten Konsultationen mit den Meistern. So will Intel wahrscheinlich schon ab der Herstellung auf Green-IT setzen und wie viele andere Unternehmen mit umweltschonend hergestellten Produkten werben.
Monströs: 2,5 Milliarden Dollar Planungskosten
Einem Bericht aus dem Jahre 2007 zufolge soll auf diese Weise der Kohlendioxidausstoß bis 2010 um 30 Prozent gesenkt werden. Als Vergleichsjahr stand hier das Jahr 2004 zur Verfügung, welches einen ziemlich hohen Ausstoß an Kohlendioxid zu vermelden hatte. Warum hier so ein großer Aufwand betrieben wird, könnte alleine an der Marktsituation liegen: China ist seit Jahren einer der am schnellsten wachsenden Märkte, wenn es sich um Chipsätze dreht.
Seit über 22 Jahren setzt Intel aktiv auf China und hat dort bislang schon ca. 1,3 Milliarden US-Dollar in Produktionsanlagen in Schanghai und Chengdu erbauen lassen. Auch in Test- und Forschungseinrichtungen hat Intel schon investiert. Doch noch nie hat man sich auf Teile der chinesischen Philosophie gestützt, in denen der Weg des Windes und des Wassers der spirituellen Entwicklung dient.
Die neue Energie soll natürlich auch für eine ordentliche Produktion und großen Umsatz sorgen. Nach der Inbetriebnahme 2010 soll das neue Werk Chipsätze auf 300-Millimeter-Wafern, kreisrunde oder quadratische Scheiben, die das Substrat (Grundplatte) darstellen, produzieren. Die geschätzte Summe für die gesamte Planung soll mehr als 2,5 Milliarden Dollar betragen. Wenn man sich die Gesamtinvestitionen anschaut: ein monströser Betrag. Ob der gewünschte Energiestrom nicht doch noch gestört wird, hängt womöglich davon ab, wie schnell die eingeplanten Summen wieder ins Unternehmen zurück fließen.

Zitat: Ich finde das konsequent! Nachhaltigkeit, Ganzheitlichkeit, neues Denken auch bei solch großen Firmen. Das Feng Shui funktionier erlebe ich immer wieder in meinr Praxis als Berater bei der...
Ich finde das konsequent! Nachhaltigkeit, Ganzheitlichkeit, neues Denken auch bei solch großen Firmen. Das Feng Shui funktionier erlebe ich immer wieder in meinr Praxis als Berater bei der Internationalen Feng Shui...