Atari-Gründer setzt auf TPM-Verschlüsselung
PC-Spiele: Mainboard-Chip soll Raubkopien verhindern
Moritz Zielenkewitz
Den Kampf gegen Raubkopien hat sich die Unterhaltungsindustrie auf die Fahnen geschrieben - mit teils zweifelhaften Maßnahmen und geringem Erfolg. Bei PC-Spielen soll ein spezieller Chip auf dem Mainboard jetzt der Messias für die Gaming-Industrie sein.
"Der Verschlüsselungs-Chip wird die Piraterie von PC-Spielen absolut unterbinden", ist sich Nolan Bushnell sicher. Der Atari-Gründer rechnet dem Chip, der auf kommenden Mainboards verbaut werden soll, große Chancen aus. Auf der Webbush Morgan Securities Conference beschrieb er das Marktpotenzial.
Verschlüsseln ist der Schlüssel
Der Chip soll sich das Trusted Platform Module (TPM) zunutze machen und zukünftig auf einem Großteil der künftig produzierten Mainboards implementiert sein. Dieses Modul funktioniert ähnlich wie die von Pay-TV-Anbietern genutzten Smartcards zum Dekodieren des Signals. Der Chip ist bei TPM-Mainboards jedoch nicht an den Käufer, sondern das Gerät gebunden.
Daraus resultiere laut Bushnell ein Verschlüsselungsverfahren, welches das Raubkopieren von PC-Spielen massiv eindämmen werde: "Wir werden in der Lage sein, einen komplett nachweisbaren privaten Schlüssel zu erzeugen, der unknackbar ist."
TPM könne zwar der Musik- und Filmindustrie nicht helfen, dem Spielemarkt aber einen zweiten Frühling bescheren, ist sich Bushnell sicher. Den PC-Spielen und ihrem Schutz vor Raubkopien soll dabei zugute kommen, dass sie stark in den Programmcode des Systems eingebunden seien.
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