Doppelt so schnell und doppelt so groß wie letztes Jahr
Der Goliath im Zwerg: 256-Gigabyte-SSD von Samsung
Samsung bringt ab September 2008 das nur 2,5 Zoll große Solid State Drive mit einer Kapazität von 256 Gigabyte auf den Markt. Das Flashlaufwerk liest Daten mit einer Geschwindigkeit von 200 Megabyte pro Sekunde aus, was in etwa der doppelten Geschwindigkeit des Vorgängermodells mit 128 Gigabyte entspricht. Auch die Schreibgeschwindigkeit mit 160 Megabyte pro Sekunde hat sich verdoppelt.
Die Dicke des Laufwerks inklusive Gehäuse beträgt laut Herstellerangaben gerade 9,5 Millimeter. Damit passt es auch in jedes Notebook, wie zum Beispiel in das Macbook Air von Apple. Außerdem arbeitet die Platte mit MLC-Chips (Multi-Level-Cell ), die fast so schnell sein sollen wie die herkömmlichen SLC-Chips (Single-Level-Cell).
Klein und fein
Zur sicheren Datenspeicherung verfügt die SSD über eine integrierte Verschlüsselung, die die Daten auch dann noch vor fremden Zugriff sichert, wenn die Platte aus dem Rechner entfernt wurde. Für den reibungslosen Datenverkehr im Inneren sogt ein SATA II-Interface. Die Haltbarkeit des Laufwerkes soll laut Samsung bei ungefähr zehn Jahren und somit auch über der von normalen Festplatten liegen.
Für die Kleinstrechner, wie Apple MacBook Air, Lenovo ThinkPad X300, und andere PCs von Dell, bietet Samsung auch eine 1,8-Zoll-Variante an. Auch mit einem Stromverbrauch von 0,9 Watt unter Volllast bleibt das SSD durchweg unter dem Verbrauch von herkömmlichen Festplatten. Über den Preis schweigt sich der Hersteller aber bislang noch aus.
Mit diesem Laufwerk könnte Samsung das Ende der Ära der herkömmlichen Festplatten einläuten, da dieses wesentlich schneller, leiser und vor allem effizienter ist. Untersuchungen der Marktforscher von iSupply bestätigen diese Prognose: Der Markt für SSD-Laufwerke soll sich bis zum Jahr 2012 um 124 Prozent vergrößern. Für den Zeitraum 2009 bis 2011 werden deftige Umsatzzuwächse zwischen 35 und 89 Prozent vorher gesagt.


Toshiba will die eigene Festplattenreihe um Solid State Disks erweitern und ab Mai 2008 mit der Massenproduktion beginnen. Die Flash-Festplatten sollen in den Formfaktoren 1,8 Zoll und 2,5 Zoll und in Kapazitäten von 32 bis 128 Gigabyte erscheinen. Für Nachschub an Laufwerks-Zutaten will Toshiba selbst sorgen. Das japanische Unternehmen ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von NAND-Flashspeicher.
Dass dem Solid State Drive die Zukunft gehört, steht außer Frage. Bis jetzt ist eine weite Verbreitung vor allem am Preis gescheitert. SanDisk will dies ändern und bringt neue Festplatten im 1,8 Zoll-Format für besonders kleine Netbooks.
Die neue Generation der Solid State Drives von Intel lotet die Grenzen von Sata 2.0 aus. Noch dieses Jahr sollen die ersten Festplatten im Formfaktor 1,8 Zoll und 2,5 Zoll ausgeliefert werden. Insgesamt bringt der Chipriese sechs Festplatten auf den Markt.
Der koreanische Elektronik-Riese Samsung trimmt die Solid-State-Drives endlich zum massentauglichen Produkt: schneller, größer, besser. Ab September sollen drei günstige Modelle zu haben sein. Damit ist Samsung im Markt der SSD-Festplatten ein Vorreiter.
Insgesamt vier neue Solid State Drive (SSD) bringt Toshiba im nächsten Jahr auf den Markt. Das leistungsfähigste Modell steckt in einem 2,5 Zoll großen Gehäuse und bietet eine Kapazität von 512 Gigabyte. Zwei weitere Modelle mit 64, 128 und 256 Gigabyte großem Speicher bietet Toshiba auch im kleineren 1,8-Zoll-Formfaktor an.
Trotz hoher Preise im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten werden Solid-State-Drives immer beliebter - vor allem als Bootdatenträger. Neben dem lautlosen Betrieb bietet eine SSD dank niedriger Zugriffszeiten und hoher Lese- und Schreibraten vor allem mehr Geschwindigkeit als herkömmliche Laufwerke.
Apple setzt beim MacBook Air inzwischen offenbar andere SSDs ein. Statt Flashspeicher von Toshiba kommen nun Samsung-Speicher zum Einsatz, die bis zu 20 Prozent schneller arbeiten. Dies berichtet die US-Seite Anandtech.




