Schwedischer Künstler nutzt die Welt als Leinwand

Kurzfilm: Weltgroße Zeichnung mit GPS-Modul erstellt

Kurzfilm: Weltgroße Zeichnung mit GPS-Modul erstellt Mit Hilfe eines GPS-Empfängers und des Transportdiensts DHL hat der schwedische Künstler Erik Nordenankar die vermutlich größte Zeichnung der Welt realisiert. Mit einem GPS-Modul als Stift und der Welt als Papier hat er in 55 Tagen ein Selbstporträt angefertigt. Der Koffer samt GPS-Antenne und Batterien hat genau den Weg zurückgelegt, den Nordenankar zuvor mit einer Skizze festlegte - die zurückgelegte Reiseroute sieht aus wie ein Porträt.

Am 17. März 2008 startete der ungewöhnliche Versand in Stockholm, der Heimatstadt des Künstlers. Der Koffer reiste von da an mit DHL rund um die Welt. Allerdings trat die außergewöhnliche Fracht ihre Reise nicht ganz alleine an, Mitarbeiter von DHL, eingeweihte Piloten und der Künstler selbst begleiteten das mit GPS und Batterien ausgestattete Gepäckstück auf seinem Weg. Anders wäre es sicher auch nicht durch die Sicherheitskontrollen gekommen.

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Durch sechs Kontinente und 62 Länder legte der Koffer insgesamt 110.664 Kilometer Weg zurück. Wie sich der Internetseite Biggest drawing in the world entnehmen lässt, ist das Projekt sicher nicht nur reine Selbstverwirklichung des Künstlers, sondern zugleich eine Werbekampagne für DHL. Schließlich dürfte das Unternehmen nicht für jedes beliebige Gepäckstück kleine Schlenker in die Routen einbauen.

In einem Video fasst Nordenankar im Zeitraffer den zurückgelegten Weg zusammen und eine Linie nach der nächsten wird auf der Welt sichtbar. Wo immer das GPS-Modul sich befindet, verfolgt der Schwede es mit seinem Laptop - jede Reiseetappe wird zu einem Strich. Bis schließlich aus den abgeflogenen und abgefahrenen Strecken ein Bild entsteht.

Update vom 28. Mai 2008

Das Projekt hat sich als Scherz herausgestellt. Wie der Künstler nun selbst auf seiner Website zugibt, sei die Arbeit fiktional. DHL habe zu keiner Zeit einen GPS-Empfänger transportiert. Der Transportdienst erklärte gegenüber dem britischen Telegraph, dass Nordenankar die Erlaubnis zu Filmaufnahmen in einem Warenhaus in Stockholm erhalten habe und sie sehr interessiert daran gewesen seien, den Spaß mit ihm zu besprechen.

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