Office 2007: Microsoft unterstützt Dokumentformat ODF
ODF Alliance misstraut Microsoft
Gleichfalls skeptisch ist die ODF Alliance, die die Aktivitäten von Microsoft kritisch hinterfragt, denn Microsoft stehe nun in der Pflicht, zu beweisen, dass es das ODF-Format genauso gut unterstützt wie bisher die eigenen Dokumentenformate. Zugleich sieht die Lobbygruppe in der Ankündigung eine Widerspiegelung der starken Nachfrage für das offene Format bei Kunden weltweit und insbesondere bei Regierungen.
In 14 Ländern, darunter die Niederlande oder Südafrika, ist der Einsatz von ODF in Behörden bereits verpflichtend. Sollte sich Microsoft ernsthaft an der ODF-Entwicklung beteiligen, so hätte sich die Softwareschmiede einen neuen Kundenkreis erschlossen. Abzuwarten bleibt nur noch, wie sich Microsoft innerhalb von OASIS verhält.
Microsoft gibt weiter Rätsel auf
Merkwürdig ist auch, weshalb die Redmonder nicht die von der ISO zertifizierte ODF-Variante 1.0, sondern erst Version 1.1 unterstützt wollen. Experten mutmaßen, dass Microsoft damit aber auf den fahrenden Zug aufspringen möchte, da ODF 1.1 bereits weit verbreitet ist. Außerdem könnte Microsoft mit der Unterstützung dieses Formats die nächste ISO-Norm beeinflussen.
Die EU-Kommission gibt sich aber zum Thema Microsoft einsilbig. Verlauten ließ sie lediglich, dass die Ankündigung von Microsoft zur Kenntnis genommen worden sei. Im Rahmen einer Antitrust-Untersuchung, die auch zu Microsoft Office eingeleitet wurde, wird nun geprüft, ob die angekündigte ODF-Unterstützung in Office zu einer Vergrößerung des Verbrauchernutzens führt.

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Ein Freund von mir ist begeisterter Windows-Nutzer und jammert regelmäßig über nicht-MS-Formate, die ihm von allen Seiten zugeschickt werden. Er liebt Kompatibilität. Am besten, alle Leute draußen nutzen für...