Office 2007: Microsoft unterstützt Dokumentformat ODF
Altruismus liegt Microsoft fern
Doch damit nicht genug: Microsoft möchte sich darüber hinaus ebenfalls um die Standardisierung und die Pflege von XPS und PDF kümmern. Für den Office-Anwender folgt daraus, dass er eine größere Auswahl an Dokumentenformaten hat und zwischen den Formaten eine höhere Kompatibilität besteht.
Mit der Öffnung erhofft sich Microsoft, dass ein Mehrwert für den Kunden entsteht, weil die Chancen für Entwickler und Wettbewerber vergrößert werden, die Office-Familie weiter zu entwickeln. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den so genannten "Open-Source-Communities".
Die pure Nächstenliebe dürfte Microsoft aber nicht dazu veranlasst haben, sich für ODF und XML zu öffnen. Denn die Implementierung der OOXML (Office Open Extensible Markup Language) in Form eines offenen Standards gilt wegen der 6000 Seiten umfassenden Spezifikation als sehr schwierig. Weiterhin bestehen immer noch Unregelmäßigkeiten beim Normierungsprozess im Rahmen der ISO.
Die EU-Kommission, bekannt dafür, Microsoft nicht gerade freundschaftlich gegenüber zu stehen, beobachtet den Vorstoß des Softwareherstellers argwöhnisch. Gerade wird geprüft, ob das Redmonder OOXML überhaupt kompatibel zu anderen Systemen ist.
Vor Kurzem hatte sich nämlich die britische Schulbehörde British Educational Communications and Technology Agency (Becta) in Brüssel beschwert, dass Microsoft zu sehr auf das ursprüngliche OOXML-Format setze und keine ausreichende Kompatibilität mit konkurrierenden Produkten wie OpenOffice herstelle.

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Ein Freund von mir ist begeisterter Windows-Nutzer und jammert regelmäßig über nicht-MS-Formate, die ihm von allen Seiten zugeschickt werden. Er liebt Kompatibilität. Am besten, alle Leute draußen nutzen für...