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22.05.2008
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Das nächste Service Pack geht offene Wege

Office 2007: Microsoft unterstützt Dokumentformat ODF

Software

Office 2007: Microsoft unterstützt Dokumentformat ODF

Die reine Nächstenliebe dürfte Microsoft nicht dazu veranlasst haben, sich für ODF und XML zu öffnen. Eher handfeste wirtschaftliche Erwägungen wie die Gewinnung eines neuen Kundenkreises, da vor allem Regierungen auf Lösungen mit OpenOffice setzen.

Inhalt

  • Formatvorlagen
  • Microsoft will mitmischen
  • Altruismus liegt Microsoft fern
  • ODF Alliance misstraut Microsoft
  • Microsoft gibt weiter Rätsel auf

Formatvorlagen

Microsoft bringt mit dem nächsten Service Pack für Office 2007 das Open Document Format (ODF) als Speichermöglichkeit. Ebenso sollen ab dem ersten Halbjahr 2009 das Portable Document Format (PDF) und das XML Paper Specification (XPS) unterstützt werden.

Das kommende Service Pack soll jedoch noch keine Implementierung der umstrittenen ISO-Norm 29500 in Form von Office Open XML (OOXML) beinhalten. Diese soll erst mit der runderneuerten Version Office 14 erfolgen. Wann diese allerdings auf den Markt gebracht werden soll, ist noch nicht sicher. Jedoch peilt Microsoft dafür vermutlich das Jahr 2010 an.

Microsoft will mitmischen

Microsoft möchte sich in Zukunft auch an der Arbeit der nächsten ODF-Version beteiligen und plant deshalb demnächst dem Gremium "Organization for the Advancement of Structured Information Standards" (OASIS) beizutreten. Desgleichen wollen die Microsoft-Indianer auch in den ISO-Arbeitsgruppen, die Open XML fortentwickeln, um präsent zu sein.


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Sinclair ZX
Sinclair ZX
23.05.08 11:31

Ein Freund von mir ist begeisterter Windows-Nutzer und jammert regelmäßig über nicht-MS-Formate, die ihm von allen Seiten zugeschickt werden. Er liebt Kompatibilität. Am besten, alle Leute draußen nutzen für jede Anwendung nur das absolute Mainstream-Programm aus dem Segment, dann wäre die Welt in Ordnung. Aber so funktioniert das meiner Meinung nach nicht. Es ist die Konkurrenz, die das Geschäft belebt. Je mehr Microsoft-Nutzer sich in Richtung Alternativ-Produkte orientieren, desto mehr muss sich der Quasi-Monopolist anstrengen.
Das kommt allen zugute. Das MP3-Format ist ein schönes Beispiel. Wer sich noch erinnert: Das war in Windows 2000 nicht dabei. Alle Leute sollten WMA nutzen. Irgendwann wurde der Druck der Straße so groß, dass Microsoft mit der nächsten Windows-Version MP3-Unterstützung an Bord hatte.
Ich hoffe, dass es beim ODF-Format ähnlich laufen wird. Und wo die Herren aus Redmond gerade dabei sind: Ogg-Unterstützung wäre auch nicht schlecht, schließlich ist MS gerade der Open Source Business Foundation beigetreten. Das wäre doch ein netter Zug ;)


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