Die Drei von der Schnittstelle
Schnibbeln in HD: Videoschnitt-Software im Vergleich
Manuel Masiero
Diese verpackt der Corel-Testkandidat in drei verschiedene Komponenten. Dazu gehört neben dem DV-to-DVD Wizard, der Filme von Camcordern direkt auf Video-DVD schreibt, der einsteigerfreundliche Movie Wizard. Letzterer bietet sich idealerweise für User an, die schnell ein Filmprojekt erstellen wollen.
Der Movie Wizard erlaubt es allerdings nur, Videos von verschiedenen Quellen auswählen und sie in Layout-Vorlagen samt Hintergrundmusik einzubetten. Anschließend lässt sich das Projekt auf ein optisches Medium schreiben oder im dritten Hauptmodul, dem VideoStudio Editor, deutlich umfassender bearbeiten. Dieser stellt seine Funktionen in einem übersichtlich gegliederten Hauptfenster zur Verfügung, in dem sich linkerhand das Videofenster, rechts die Bearbeitungsoptionen und untenstehend eine Timeline befinden.

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Einlesen: Mit dem Movie Wizard importieren Anwender Filme von zahlreichen Videoquellen.
(Klick vergrößert.)
Der Ulead-Testkandidat verteilt dabei seine Funktionen auf mehrere Seitenreiter wie beispielsweise das Aufnahmemodul. Das erlaubt es Anwendern, Videos von zahlreichen externen Quellen zu importieren, zu denen beispielsweise DVDs, DV- und AVCHD-Camcorder und sogar Mobiltelefone gehören. Bei den Formaten unterscheidet sich das Ulead-Programm nicht von der Konkurrenz. Alle Tools unterstützten hoch aufgelöstes Filmmaterial vom Typ MPEG-2 und MPEG-4 AVC und kommen auch mit MPEG-1-, AVI- und WMV-Videos zurecht.
Schnellere Videobearbeitung per Smart Proxy
Während ArcSoft mit einfachen Schnittfunktionen nur rudimentäres Editing erlaubt, bietet das Ulead-Programm deutlich mehr. So gibt es eine Timelime und ein Storyboard, in dem sich Spuren für Video- und Audiotracks exakt anordnen lassen. Dazu gesellen sich eine Titelleiste, viele Übergangseffekte, eine integrierte Stapelverarbeitung, zuschaltbarer 5.1-Sound sowie Bildbearbeitungsfunktionen, um Farben und Helligkeit des Films anzupassen.
Ein besonders praktisches Feature ist dabei die Smart-Proxy-Funktion. Einmal aktiviert, wandelt Ulead VideoStudio 11.5 Plus HD-Videomaterial automatisch in eine niedriger aufgelöste Version um. Das spart Bearbeitungszeit und erlaubt es Anwendern, HD-Filme auch auf etwas schwächeren Systemen zügig zu bearbeiten.
Von der Smart-Proxy-Funktion profitieren außerdem Anwender, die sperriges, weil stark komprimiertes HD-Filmmaterial wie AVCHD-Clips schneiden wollen. Über den Smart Proxy lässt sich neben dem temporären Schnittformat auch die Auflösung festlegen, ab welcher das Helferlein aktiv werden soll.
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