Althergebrachte Präsentationen in der Kritik
Spielend lernen: Powerpoint in Unreal Tournament
Mehmet Toprak
Powerpoint-Präsentationen sind nicht zeitgemäß, sondern gefährlich. Das behauptet Yale-Professor Edward Tufte und ist sicher, dass komplexe Sachverhalte mit der Software nicht vermittelt werden können. Besser: Die Folien in "Unreal Tournament" anzeigen.
Microsofts Powerpoint ist aus dem Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken. Eine Präsentation gehört zu jedem Meeting und gilt als Synonym für effiziente Kommunikation im Team. Zu Recht? In letzter Zeit mehrt sich das Unbehagen an den immer gleichen Folien und Aufzählungszeichen (Bullet Points). Die Office-Gemeinde zeigt Anzeichen von Überdruss.
Jetzt hat Colin Price von der britischen University of Worcester eine pfiffige Lösung gefunden, das dröge Präsentationsprogramm aufzubessern. Er kombiniert Powerpoint mit einem PC-Spiel: Die Folien werden in den 3D-Shooter "Unreal Tournament" eingebaut. Damit sollen beispielsweise Studenten den Stoff spielerisch erlernen, indem sie sich aktiv durch das Spiele-Szenario bewegen und dabei die Folien studieren, die etwa auf Häuserwänden kleben oder auf Objekten befestigt sind.
Price verweist auch auf die Möglichkeit gemeinsamen Lernens in Multiplayer-Spielen. Der Wissenschaftler beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Möglichkeit, etwa den Physik-Unterricht mit Computerspielen zu verknüpfen. Games wie "Unreal Tournament" eignen sich deshalb so gut, weil externe Entwickler leicht Add-ons oder neue Features ergänzen können.

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Besser lernen: PC-Spiel mit eingebautem Powerpoint.
Powerpoint und der Columbia-Absturz
Seitdem der Yale-Professor Edward Tufte 2005 sein polemisches Anti-Powerpoint-Buch "The Cognitive Style of Powerpoint" mit dem Bonmot krönte, dass "Bullet Points uns dumm erscheinen lassen", mehren sich die Zweifel an der Präsentations-Software. Kern der Kritik: Powerpoint sei komplexen Inhalten nicht gewachsen und würde alle Gedankengänge gnadenlos in Folien und Aufzählungen zerhacken.
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