Warum Adobes Flash Player 10 das Netz revolutionieren könnte
P2P per Flash: Das Aus für BitTorrent, Skype und Co.?
Seit Mai steht die Beta-Version von Adobes Flash Player 10 zum Download bereit. Doch ein Feature mit beeindruckendem Potenzial fand bislang kaum Beachtung: Das Protokoll RTMFP, mit dem die Welt des P2P-Datentauschs auf den Kopf gestellt werden könnte.
Inhaltsverzeichnis
- 1RTMFP, wer bitte?
- 2Wie RTMFP arbeitet
- 3Und was ist daran toll?
- 4Die liebe Wahrscheinlichkeit
- 5Adobes offizielles Statement
- 6Das große Aber
- 7Potenzial blitzt auf
RTMFP, wer bitte?
Eine der neuen Funktionen des Flash Player 10 wird das Real Time Media Flow Protocol RTMFP sein. Dieser Protokoll-Standard ist das Ergebnis der Firma Amicima, welche Adobe 2006 aufgekauft hat. Dabei handelt es sich um eine Technologie, mit der Medientransfers sehr effizient über das Netzwerk getätigt werden können.
RTMFP ist mit 256-bit verschlüsselt und nimmt Kontakt zum Flash Media Server sowie möglicherweise weiteren zukünftigen Adobe-Produkten auf. Als Basis wird das User Datagram Protocol UDP genutzt, welches sich speziell bei verlustbehafteten Datentransfers bewährt.
Wie RTMFP arbeitet
Wie in anderen Systemen würde demnach der installierte Flash Player 10 die Rolle des Clients annehmen, der im Austausch mit den Flash Media Servern steht. Der Player hat in Version 10 die Möglichkeit, ein- und ausgehende Verbindungen zu akzeptieren und so beispielsweise Daten auf die Festplatte zu schreiben.
Denkbar wäre Folgendes: Jeder Client registriert sich beim Flash Media Server und bestätigt per Sicherheitsdialog, dass die Verbindungsversuche beabsichtigt sind. Von jetzt an kann sich der eigene Flash Player mit anderen Clients in bester P2P-Manier zu einem Netzwerk verflechten.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internettelefonie hier.
