Reisepässe sollen künftig noch sicherer werden
AMOLED-Display: Neue Generation des ePassports
Kurt Müller
Die Bundesdruckerei, die unter anderem für die Herstellung von Ausweisen in Deutschland zuständig ist, und der koreanische Bildschirmhersteller Samsung haben einen neuen ePassport entwickelt. Dieser soll in Zukunft mit einem so genannten "Active Matrix Organic Light Emitting Diode" (AMOLED)-Farbdisplay ausgestattet werden.
Das bedeutet, dass hinter jedem Bildpunkt des Displays eine aktive elektronische Schaltung liegt, die mit niedrigem Stromverbrauch auskommt und je nach Bedarf von entsprechenden Lesegeräten aktiviert werden kann. Darüber hinaus zeichnen sich AMOLED-Displays durch eine sehr farbige Bildwiedergabe aus und können deutlich dünner produziert werden als herkömmliche LCDs.
Laut Herstellerangaben soll das Plastikkärtchen mit OLED-Display und Datenblatt um die 700 Mikrometer dick sein, was gerade einmal der Dicke von 18 übereinander gestapelten Haaren entspricht. Außerdem soll das Display äußerst biegsam und hitzebeständig sein, kontaktlos funktionieren und ermöglichen, dass die Passkarte laminiert und somit gegen Manipulation geschützt werden kann.

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Da brauchen Sie gar nicht so schauen: So gibt's den Ausweis bald nicht mehr. (Quelle: onlinewahn.de)
Videos im Reisepass
Denn mit dem neuen AMOLED-Display können neben den üblichen Daten des Ausweisinhabers wie Geburtstag und -ort auch Videos dargestellt werden. Ebenso entfiele laut Herstellern das Eintragen von Visa-Stempeln beim Grenzübertritt. Auch die Regelung, welche berechtigten Personen neue Informationen eintragen dürfen, soll so besser zu handhaben sein.
Künftige Pässe könnten dann zukünftig von sich aus alle zur Authentifikation notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Dann müssten die personenbezogenen Daten nicht mehr an spezielle Lesegeräte übermittelt werden, sondern blieben ausschließlich im Dokument und damit in der Hoheit des Dokumenteninhabers, was zusätzlich zum Datenschutz beiträgt.
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